#70 Wie werden wir zu guten Tourist:innen, Christoph Mülleder?
Shownotes
Zu Gast im Podcast-Studio von „Welt der Frauen“ ist in dieser Folge ein Experte zum Thema Reisen. Mit seinem Unternehmen „weltanschauen“ hat Christoph Mülleder nicht nur unzählige Leser:innen unseres Magazins mit in die weite Welt genommen, sondern auch einen einzigartigen Zugang entwickelt, der im krassen Gegensatz zum Massentourismus steht und sich ganz um Nachhaltigkeit dreht. Das bedeutet: Transport mit möglichst geringem ökologischem Fußabdruck, zu Gast in kleinen, unabhängigen Unterkünften und Begegnungen mit Menschen, die vor Ort leben und den Besuchenden Einblicke in ihre Welt gewähren. Wann ein Langstreckenflug aus seiner Sicht vertretbar ist und wie man möglichst schonend in eine fremde Kultur eintaucht, ohne jemandem auf die Füße zu treten? Darüber spricht er in dieser Folge mit Podcast-Host Ursel Nendzig.
Hier geht’s zu Christoph Mülleders Reiseunternehmen: weltanschauen.at.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Wir gehören zu einer absolut privilegierten kleinen Minderheit, die reisen einfach zum Spaß machen können.
00:00:07: Die sich das leisten können.
00:00:08: und dieses Privileg da müssen wir auch heim kommen und etwas lernen und darüber erzählen.
00:00:14: also wir haben eine Verantwortung finde ich.
00:00:17: Willkommen bei Welt der Frauen zum Hören dem Podcast direkt aus der Redaktion von Welt der Frau.
00:00:23: Hier sprechen wir mit spannenden Persönlichkeiten über alles was Frauen wirklich bewegt und interessiert.
00:00:30: Ich darf Sie herzlich willkommen heißen seiner neuen Folge Welt der Frauen zum Hören.
00:00:35: Mein Name ist Ursel Nensig, ich bin Redakteurin beim Magazin und hoste diesen Podcast.
00:00:40: Und heute ist wieder ein Gast bei mir, ein ganz besonderer Gast.
00:00:43: da sage ich über alle das stimmt.
00:00:45: aber diesmal stimmt es noch mehr weil allein schon deshalb weil er ein Mann ist bisher die absolute Minderheit hier im Format.
00:00:54: Er ist unsere Magazin schon seit vielen Jahren sehr eng verbunden und verbindet nicht nur eine gute Zusammenarbeit, sondern wir teilen einfach ganz viel Werte, Ansichten.
00:01:04: Herzlich willkommen Christoph Mülleder!
00:01:06: Danke für die Einladung.
00:01:07: jetzt fühle ich mich noch noch privilegierter weil ich sozusagen eine seltene Ausnahme bin hier als Mann.
00:01:14: Ja so ist das in meinem Freund.
00:01:17: Und viele unserer Leserinnen kennen ihn und wenn nicht dann auf jeden Fall sein Angebot Welt anschauen.
00:01:23: ein Reiseveranstalter Ja, wie sagt man etwas anderen Art?
00:01:27: Würde ich sagen.
00:01:28: Und genau übers Reisen wollen wir heute sprechen!
00:01:31: Christoph, ich habe eine ganze Menge Fragen an dich.
00:01:33: Die hab' ich dir ja vorab schon ein bisschen auch angeteasert und... Ich schlage vor, wir starten jetzt einfach diese Podcastreise miteinander.
00:01:42: Sehr gerne!
00:01:42: Ich würde ganz gerne, wie jede Reise mit dem ersten Schritt beginnen erzählen uns doch ein bisschen von dir.
00:01:49: war das Reisen immer schon deine große Leidenschaft?
00:01:52: Ich
00:01:52: glaube schon.
00:01:53: Das ist bei uns in der Familie immer wichtig gewesen, wenn Vater war Busfahrer da habe ich als kleines Kind schon öfter mitfahren dürfen also Tages- und Wochenentfahrten.
00:02:04: meine Mama die hat dann oft auch Reisen organisiert im Dorf im Müllviertel und ja ich hab das glaub ich irgendwie mitbekommen und wir sind auch selber gerne auf Urlaub gefahren.
00:02:16: Wie seid ihr in deiner Herkunftsfamilie gereist?
00:02:18: Mit dem Auto.
00:02:19: Mein Papa war Busfahrer, also mit dem ... Das heißt Italien?
00:02:24: Italien, Grazien, genau.
00:02:27: Aber dann später auch doch einmal geflogen.
00:02:29: Meine Schwester war dann ein paar Jahre in den USA.
00:02:32: Dann haben wir sie besucht.
00:02:33: Da war ich zweimal allein bei ihr, einmal mit den Eltern und es war cool.
00:02:38: Damals war Fliegen irgendwie noch überhaupt kein Thema für mich dass das so irgendwie Nicht nur gut ist, genau.
00:02:46: Aber ja das waren viele tolle Reisen die ich mit meinen Eltern und auch dann als junger Erwachsener alleine gemacht habe.
00:02:54: Und dann kam es irgendwann zur Gründung von Wäldern.
00:02:57: schauen?
00:02:58: Wie bist du auf das gekommen?
00:02:59: Erzähl uns dein Bild darüber!
00:03:01: Das hat sich ergeben durch meinen anderen Job bei der Caritas in der Auslandshilfe.
00:03:08: Dort haben wir mit Projektpartnerinnen und Projektpartnern vor allem in Osteuropa zu tun.
00:03:13: Ich war dort Abteilungsleiter, und wir haben irgendwann begonnen einmal im Jahr eine Reise anzubieten zu unseren Projektpartneninnen und zu unseren Projekten.
00:03:24: Und da konnten die Kolleginnen und Kollegen mitfahren von der CARRIE.
00:03:28: Das sind ja allein in Oberösterreich dreieinhalb Tausend.
00:03:33: Und es konnten aber auch Außenstehende mitfahren.
00:03:35: Das ist total gut angekommen bei den Leuten und mir hat's Spaß gemacht, das zu organisieren und auch zu sehen dass es etwas bewirkt.
00:03:43: Die Leute einfach verändert heim kommen und berührt waren von dem was sie gesehen haben.
00:03:50: Dann hast du dir gedacht, das ist eigentlich mein Ding?
00:03:53: Genau dann haben wir gedacht da könnte man mehr draus machen ... zwanzig, zwölf ein Jahr in Bildungskreins gegangen.
00:04:01: Damals ging das noch einfach und habe mir überlegt, dass als Business sozusagen aufzubauen... Und hab dann einen Businessplan geschrieben wie es halt so geht und gesehen okay das könnte sich auch wirtschaftlich ausgehen aber immer mit dem Fokus.
00:04:17: natürlich muss man davon leben können natürlich will ich und muss sich damit etwas verdienen.
00:04:22: Aber der Gewinn ist nicht das einzige, was zählt.
00:04:25: Sondern ich darf dabei auch keinen Schaden anrichten mit meinem Wirtschaften und es soll ein Mehrwert für die Gesellschaft, für den Menschen, für dem Planeten zum Schluss herauskommen und nichts zerstört werden.
00:04:36: Und diese beiden Eckpfeiler habe ich da sozusagen in dem Konzept Weltanschauung umgesetzt und hab dann bei Karitas reduziert ... und mach jetzt beides!
00:04:47: Aber das heißt, was ist denn der Kern?
00:04:49: Was macht eine Weltanschauendreise aus?
00:04:52: Also was war deine eigentliche Business-Idea die dich auch unterscheidet von anderen Reiseveranstaltern.
00:04:58: Da gibt es ein paar Eckpunkte, das eine ist dass das Reisen selber nachhaltig sein soll.
00:05:03: Dass man versucht möglichst wenig zu fliegen also wir fliegen zum Beispiel in Europa überhaupt nicht, dass man versucht bei den Unterkünften und bei den Restaurants und so weiter die man wählt wirklich bewusst zu schaunen dass das nachhaltige Betriebe sind die die regionale Wirtschaft stärken wenn's geht vielleicht auch noch bio-sind die vielleicht soziale Kriterien erfüllen.
00:05:25: Also in Wien, wenn wir sind, dann schlafen wir immer im Maktershotel der Karitas wie?
00:05:29: Da ist beides verwirklich das soziale Aspekt und der Umweltaspekt weil sie haben auch das österreichische Umweltszeichen mittlerweile.
00:05:36: also das ist perfekt aber es gibt's halt nicht überall da muss man sich manchmal auch nach der Decke strecken.
00:05:41: Aber das ist sozusagen das Ziel Das eine das andere ist dass wir Leute treffen, dass wir Menschen begegnen die in dem Land oder in der Region wo wir sind etwas bewegen, etwas verändern.
00:05:50: Innovative Ideen haben im sozialen Bereich und im ökologischen Bereich oder auch Journalisten, Journalistinnen die wo man einfach ein bisschen Einblick kriegt hinter die Kulissen schaut und mitkriegt was in dem Land so passiert hinter dem was man als Tourist normalerweise sieht und was wir uns natürlich auch anschauen.
00:06:08: also wenn ich nach Paris fahre schaue ich mir auch den Eiffelturm an.
00:06:12: ja nicht nur
00:06:15: da kommen auch noch ein bisschen im Detail drauf zu sprechen.
00:06:18: Gib uns mal eine Idee davon, wie viele Reisen hat ihr mit Weltanschauern schon unternommen?
00:06:23: Wie viele unterschiedliche Reisen pro Jahr und insgesamt.
00:06:27: Ja es ist so also... Es hat sich schön langsam gesteigert.
00:06:31: Momentan sind wir bei siebenundzwanzig, achtundzwantig Reisen dieses Jahr und auch letztes Jahr.
00:06:38: die Planung für sieben und zwanzig geht auch in die Richtung dreißig weil mehr geht sich halt auch ressourcenmäßig nicht aus.
00:06:46: Insgesamt waren es, ich habe nachgeschaut, bevor ich hierher gegangen bin.
00:06:50: Bisher sind seit den letzten Jahren bis zum nächsten Jahr zweihundertzeig Reisen.
00:06:55: Und wir haben bei diesen zweihundenzeigreisen ca.
00:06:58: fünftausend Menschen begleitet.
00:07:01: Also nicht fünftaussend verschiedene Menschen, aber viele Wiederholungstäterinnen und Täter dabei.
00:07:06: Aber so fünftaußend Reisende!
00:07:08: Und wie viele verschiedene Länder und so weiter.
00:07:10: kannst du das auch aus dem FF sagen?
00:07:12: Nein,
00:07:13: da müsste ich nachschauen.
00:07:15: Wie viele verschiedene Länder aber ... Ich würde sagen wir waren schon in sehr vielen europäischen Ländern und in einigen außer-europäischen.
00:07:23: Da ist Uganda dabei, da ist Kuba dabei.
00:07:27: Da sind wir mit dem Zug hingefahren mit der Transnibirischen Eisenbahn.
00:07:31: Ja, ich würd sagen, dreißig Länder schon!
00:07:33: Du hast es jetzt schon angeschnitten.
00:07:35: Nachhaltigkeit ist bei Wäldern schon eigentlich das wichtigste Schlagwort, habe ich so das Gefühl.
00:07:41: Was bedeutet dass für dich?
00:07:42: wann ist eine Reise nachhaltig?
00:07:44: Du hast schon gesagt die Unterkunft.
00:07:47: aber wie ist es zum Beispiel auch mit dem Transport dorthin?
00:07:50: Der Transport ist tatsächlich das was bei jeder Reise den größten Teil des sogenannten Fußabdrucks ausmacht und da kann man einfach am meisten Schaden anrichten, aber auch gutes tun.
00:08:05: Das meiste Potenzial?
00:08:07: Genau!
00:08:07: Ich habe einmal eine Statistik gesehen, wenn du eine zändige Reise nach Mallorca machst und du fliegst dorthin, dann ist das CO²-Ausstoß, den du mit dieser Reise verursachst.
00:08:19: Also da sind eben alles vor Ort.
00:08:22: Das Essen, das Hotel ... Das Auto, dass du dir ausbruchst oder so.
00:08:26: Die Plastikstrohäume.
00:08:28: Alles ist eingerechnet circa... Drei Viertel ist der Flug.
00:08:33: Wenn du wohin fliegst und bist im nachhaltigsten Bio-Hotel, hast du trotzdem einen viel größeren Fußabdruck als wenn du mit dem Zug hinfährst.
00:08:43: Dazu ist das ökologischste oder am wenigsten Schadstoffausstoß in den Verkehrsmittel.
00:08:49: Und noch besser ist natürlich, du fährst mit Radl oder gehst zu Fuß.
00:08:53: Das tun wir ja auch genau und das ist zum Beispiel also für mich persönlich waren auch einige immer besondere Reisen von Zuhause weggehen oder nach Hause gehen oder mit dem Rad.
00:09:04: Also das ist irgendwie was wenn du von der Haustür sozusagen die Reise beginnt.
00:09:09: Das stimmt da kann ich auch einen kleinen Schwank einstreuen dass meinem.
00:09:13: Ich habe einen privaten Leben.
00:09:15: Mein Vater ist pensioniert vor einigen Jahren und war immer ein großer Wanders-Mann, Alpinist.
00:09:21: Er hat gesagt, er braucht irgendwie ein Initiationsritual für diesen neuen Lebensabschnitt.
00:09:26: Und er beschlossen, er lebt in Süddeutschland.
00:09:29: Er geht zu Fuß nach Venedig, einmal quer über die Alpen.
00:09:31: mehr ... Super!
00:09:32: Für ihn war auch das Wichtigste wahr, dass er zu Hause losgeht.
00:09:35: Ich hab das gut nachvollziehen können.
00:09:37: Das ist was
00:09:37: Besonderes?
00:09:37: Ja ja genau.
00:09:39: Einer meiner schönsten privaten Reisen war tatsächlich Ich bin von Zuhause im Müllviertel in Galnör-Kirchen quer durch Österreich, über die Alpen nach Albiswald an das lovenischen Grenze gegangen.
00:09:55: Die erste Woche hat mich meine Frau begleitet, Maria Zell und sie ist mit dem Zug nach Hause gefahren.
00:10:09: Trotzdem hast du vorhin schon erwähnt, es gibt auch Reisen, wo ihr mit dem Flugzeug geht halt nicht anders.
00:10:14: Wenn man schon dorthin möchte
00:10:16: ... Da guck an, da komm ich nicht anders in Wirklichkeit?
00:10:18: Genau!
00:10:19: Aber wie geht ihr damit um?
00:10:21: Macht ihr Kompensationszahlungen?
00:10:23: Da gibt's ein paar Eckpfeiler, die wir uns halten.
00:10:26: Das eine ist, wenn ich so weit fliege und so viel Schadstoff produziere durch meine Reise, dann muss sich lange dort bleiben, damit sich das Verhältnis stimmt.
00:10:36: Das ist das eine und das andere.
00:10:56: Wir leisten einen Klimaschutzbeitrag unsere Flüge.
00:11:01: Und das überlassen wir nicht den Reisenden und sagen, ihr könnt's und macht es bitte, sondern wir machen das – und wir rechnen das schon in den Preis hinein!
00:11:10: Da kooperieren wir mit der Klimaschutzplattform von Karitas Österreich und Bokouvin.
00:11:16: Das sind ganz tolle Klimaschutzprojekte, die eben auch einen sozialen Aspekt haben.
00:11:22: Nicht nur Wiederaufwurstung oder so, sondern auch Armutsbekämpfung und Gesundheitsführerung.
00:11:27: Bist du eigentlich gerne?
00:11:29: Tourist, bist du irgendwo gerne zu Gast?
00:11:32: Ja schon.
00:11:34: Immer wieder!
00:11:36: Ich meine, du bist ja automatisch Tourist also du kannst das sowieso nicht verbergen.
00:11:41: Also du lebst dann vielleicht wo schon mehrere Monate und du wirst dann schön langsam eingemeint oder du bist dann dort ein bisschen ... hast einen Netzwerk aufgebaut und bewegst dich auch nicht mehr auf den rein touristischen Faden.
00:11:57: Aber Touristsein ist ja nicht schlechtes.
00:11:59: Es hat nur einen negativen Berggeschmack, und du kannst gar nicht aus.
00:12:04: Ich persönlich versuche das immer so ein bisschen zu verbergen.
00:12:06: Also ich habe immer das Gefühl... Ich weiß es nicht.
00:12:08: Bei einem Beispiel bin mit dem Zug nach Wiedeling gefahren mit meinem Mann.
00:12:11: Und ich versuche dann dort möglichst einheimisch zu wirken, indem ich dort halt keine Ahnung... Man merkt es eher auf hundert Kilometer Entfernung, aber jedenfalls ist das mein Bestreben.
00:12:21: Du meintest auch!
00:12:22: Aber du wirst sobald du das erste Wort wahrscheinlich oder ich?
00:12:25: Ich weiß nicht wie gut du italienisch kannst... Da war ich mit meinen paar brocken italienischen Anfangen zu sprechen, werde ich zwar verschlagen, aber dann wissen die sofort und ich bin nicht von hier.
00:12:37: Aber es gibt doch schon diese Spannung, zwischen ich will eine andere Kultur kennenlernen.
00:12:42: Ich will aber dort auch niemanden irgendwie auf die Füße treten oder zu nahe kommen?
00:12:47: Wie gehst du damit um?
00:12:49: Ja das Wichtigste ist einmal, die Kultur zu respektieren also die Geflogenheiten, die dort üblich sind so zu respektieren.
00:12:57: Also ich weiß nicht wenn's wo üblig ist Nicht mit der kurzen Hose oder mit einem Spaghetti Level essen zu gehen am Abend oder in ein Gotteshaus zu gehen, dann tue ich das nicht.
00:13:09: Weil ich verletze damit sozusagen die Gefühle der Menschen wahrscheinlich oder ziemlich sicherer Menschen, die dort leben... immer wieder Fettnäpfchen, wo man reinsteigen kann.
00:13:20: Aber so auch ein bisschen sich vorzubereiten.
00:13:23: und was ist dort die Kultur?
00:13:24: Ist das ein muslimisches Land oder ist es ... Ich weiß nicht, sind das sehr konservativ dort?
00:13:30: Oder ein Gefühl einfach zu haben?
00:13:33: Oder beim Fotografieren?
00:13:34: Einfach zu fragen!
00:13:36: Wenn ich einen anderen Menschen fotografiere, darf ich das?
00:13:39: Nicht einfach mit der Kamera alles zu ... Alles is okay aber alle jeden und jede.
00:13:48: Und wie fragst du das dann auf Fächersprache?
00:13:52: Je nachdem.
00:13:55: Meistens halt auch Englisch statt.
00:13:56: oder wenn ich ein paar Sprachen aber viele kann, also ich kann französisch-englisch und ein paar Brücken italienisch.
00:14:03: Ich versuche schon bei jedem Land in dem ich reise ein paar Höflichkeitsworte anzulernen.
00:14:13: Grüß Gott und darf wiedersehen.
00:14:14: Und bitte danke, dass man ein paar Worte kann.
00:14:17: Das macht schon einen Unterschied.
00:14:19: Dann muss man hoffen, dass es eine gemeinsame Sprache findet mit dem Gegenüber ... Man geht's auch mit Händen und Füßen.
00:14:27: Ich weiß nicht, ob du das kennst an mir, aber ich weiss, dass gegen Überspricht jetzt weder Deutsch oder Englisch.
00:14:33: Aber ich nehme lieber Englische, weil ich mich dann auch bemühle.
00:14:37: Weil ich das Gefühl habe, ich gehe zu einem Schritt aus meiner Komfortzone raus.
00:14:41: Genau, ich kenne das!
00:14:44: Wenn ich in meiner Muttersprache spreche ... Bin ich auf einem ... stehe ich höher, weil ich mich leichter tu mit der Sprache.
00:14:54: Und sonst Englisch ist für beide die fremde Sprache?
00:14:57: Begegnungen gehören immer dazu zu einer Weltanschauende Reise.
00:15:02: Mit welchen Menschen geht ihr in Kontakt?
00:15:06: Wie legt ihr das an?
00:15:07: Man geht ja nicht einfach dort und klingelt an.
00:15:10: Wer aber vielleicht auch mal lustig!
00:15:12: Warum ist dir das so wichtig?
00:15:14: Da hab ich tatsächlich eine Episode dazu.
00:15:15: Wir haben das einmal gemacht oder nicht nur einmal, weil ich halt selber dabei.
00:15:20: Normalerweise klingeln wir nicht und sagen ... Jetzt sind wir da!
00:15:25: Können wir ein bisschen reden?
00:15:26: Wir waren letztes Jahr in Chemnitz, in der jemaling DDR.
00:15:34: Es war Kulturhauptstadt, wir waren mit einer Gruppe dort und begleitet hat uns die Bettina Buchholz.
00:15:42: Wir werden viele kennen Schauspielerin in Linz und gebürtige Chemnitzerin oder damals noch Karl Marx statt.
00:15:49: Sie hat mit uns einen Spaziering gemacht durch das Viertel, in dem sie aufgewachsen ist.
00:15:57: Sie war achtzehn oder so, als die Wende war und dann ist sie relativ bald weg.
00:16:06: Genau das war ein wunderschönes Haus in dem Jugendstilviertel von Chemnitz.
00:16:10: Und sie hat sich da mit uns in den Garten gestellt und hat uns ein bissel erzählt... ...und auf einmal kam eine raus, eine Bewohnerin.
00:16:19: Oder sie hat geschaut, dass es offen war nicht.
00:16:22: Dann kam eine heraus und ich habe mir schon gedacht, oh je!
00:16:25: Die wird jetzt schimpfen und wird uns vertreiben was wir dir im Garten machen Und die hat sich total gefreut.
00:16:32: Die Bediener hat dir erzählt, wer sie ist und wer wir sind.
00:16:35: Sie hat uns reingebeten und wollte sogar, dass wir alle in ihrer Wohnung im dritten Stock rauf.
00:16:40: Und die hatte sich total gefreut, jemanden zu treffen der früher einmal da gewohnt hat.
00:16:44: Das war total nett!
00:16:45: Und sonst versuchen wir halt organisierte Begegnungen zum Beispiel... Ich fahre heute Abend nach Rumänien mit deiner Reisegruppe ...mit dem Zug nach Bucharest.
00:16:55: Übrigens eine sehr angenehme Art nach Rumänen zu kommen.
00:16:57: Täglich ein Nachtzug von Ihnen nach Bucherst Mit bequemen Schlafwagen.
00:17:02: Und wir treffen zum Beispiel morgen eine NGO, die heißt Active Watch.
00:17:08: Also das ist so ... Die kümmern sich um politisches Bewusstsein, zivilgesellschaftliches Engagement für dann sie Deckenskandale auf und so eher im politisch-gesellschaftlichen Bereich.
00:17:22: mit denen unterhalten wir uns über die Situation in Rumänien was ich da getan hat.
00:17:27: Oder am Abend sind wir essen bei einer nicht in einem Restaurant, sondern bei einer rumänisch-wösterreichischen Familie.
00:17:35: Die Winter sind und die kochen für uns und lassen unsere Weine verkosten und erzählen so ein bisschen ... Die Simone ist seit zwanzig Jahren in Rumänien mit ihrem rumänischen Mann verheiratet und lebt im Buchgerest.
00:17:51: Genau!
00:17:51: Bin ich sehr gespannt was uns da erwarten wird?
00:17:54: Oder wir besuchen ein Karitasprojekt und reden dort mit dem Projektleiter oder der Karitasdirektorin über die soziale Situation im Land.
00:18:05: Oder Schönalisten ist immer spannend, weil sie einfach so sozusagen wissen was im Land wo es brennt.
00:18:15: Weil's mir jetzt gerade einfällt wenn du sagst wie er sind zu Gast usw.. Das bedeutet schon noch, dass die Gruppe nicht unendlich groß sein kann.
00:18:23: Wie groß ist denn eine Reisegruppe bei euch?
00:18:25: Maximal dreißig das ist aber schon eher die Ausnahme nach oben.
00:18:29: Das mache ich manchmal beim Busreisen damit weil der Bus einfach relativ hohe Fixkosten hat.
00:18:35: Aber sonst sind wir eher bei zwanzig bis fünfundzwanzig und bei Wanderreisen weniger.
00:18:41: Bei Wander reisen eher fünfzehn bis höchstens zwanziger.
00:18:48: Ja, die Begegnungen.
00:18:48: Das eine sind Begegnungen vor Ort mit Menschen aus dem Leben aber ihr habt ja auch immer mal wieder jemanden dabei sowie du vorhin von der Frau Buchholz erzählt hast, die mit euch nach Chemnitz gefahren ist.
00:18:57: das ist ja auch eine Begehnung, die man hat.
00:18:59: Genau,
00:19:00: genau da bin ich schon besonders dankbar wenn nicht zu solchen Menschen zufällig oder auch indem ich sie einfach frage und die dann sich freuen, mitfahren.
00:19:11: Das bereichert einfach die Reise total!
00:19:15: Wir fahren heuer im Herbst im November nach Bhutan.
00:19:18: Da macht die Reisleitung die frühere Länderbüro-Leiterin der Ostführendevelopment Agency.
00:19:27: Die hat jahrelang in Bhutan gelebt, hat dort die ganzen Entwicklungshilfeprojekte der Republik Österreich begleitet Ja, und nicht nur die touristische Seite.
00:19:40: Also das ist kein klassischer Reiseleiter sondern jemand der das Land eigentlich von einer anderen Seite kennt.
00:19:47: Und Begegnungen da bleibe ich jetzt kurz noch dabei Passieren ja auch innerhalb der Reisegruppe.
00:19:52: Das ist schon etwas, was wir sich immer wieder über unsere Reisen berichten und uns oft austauschen, weil wir seit Langem auch Kooperationspartnerinnen sind.
00:20:02: Deswegen weiß ich, dass das eine Besonderheit von Wäldern ist, dass ich da Leute kennenlernen auf der Reis.
00:20:08: Genau, es gibt sogar Paare, die daraus entstanden sind.
00:20:11: Hallo!
00:20:13: Wir sind kein Verkupelungshinstitut.
00:20:15: Einfach ganz angesagt?
00:20:16: Aber ich weiß einfach ... Die haben sich kennengelernt bei der Reise und sind irgendwie zusammengekommen und fahren jetzt noch gemeinsam mit.
00:20:24: Es ist in meiner schönen Reisegemeinschaft ein guter Vibe, würde man heute sagen.
00:20:32: Weil die Leute ähnlich ticken.
00:20:34: Ich glaube das macht schon was dieses Leute, denen diese Art von Reisen wichtig ist.
00:20:40: Ökologische und soziale Verantwortung haben oder bei einer Wanderreise.
00:20:44: Sowieso Wanderer-Wanderinnen sind irgendwie ... Da ist man sowieso unkompliziert.
00:20:50: Also das ist eine Community.
00:20:53: Das ist selten jemand dabei der da ein bisschen ausscheert.
00:20:56: Genau!
00:20:57: Das ist eine Freude.
00:20:59: Es gibt etliche Reisen wo ich heimgekommen bin und mir gedacht habe als Reiseleiter Mit Freunden und Bekannten zu verreisen.
00:21:09: Ich möchte kurz zurückkommen zum Thema Reisen ein bisschen allgemeiner.
00:21:14: Du hast auch schon erwähnt, Boutan, Uganda ... Das sind alles Destinationen, die sind sehr weit weg.
00:21:20: Und du hast gesagt es muss sich quasi schon lohnen wenn man dahin fliegt?
00:21:24: Und ich nehme jetzt mal an bemeinst damit nicht nur dass man möglichst lange dort sein muss sondern Es ist ja auch immer ein Grund, dorthin zu reisen.
00:21:33: Warum reist ihr zum Beispiel nach Uganda?
00:21:37: Erstens einmal um die andere Kultur kennenzulernen und es ist einfach eine ganz andere Kultur als jede europäische.
00:21:45: Und deswegen ist mir auch wichtig, Fernreisen anzubieten.
00:21:50: Wir haben mal überlegt überhaupt auf Flüge zu verzichten aber dann hätten wir alles außerhalb Europa ausgeschlossen.
00:21:55: und das wollte ich nicht weil's wichtig dieses über den Tellerrand blicken.
00:22:01: Weil man lernt so viel, das ist das eine.
00:22:04: Das andere ist dass die auch jedes dritte sogenannte Entwicklungsland hat als wichtigsten Wirtschaftszweig den Tourismus.
00:22:13: und wenn jetzt auf einmal der Tourismus einbricht weil die Leute nicht mehr kommen, weil sie nicht mehr fliegen wollen... das ist irgendwie zweischneidig!
00:22:23: Und das Dritte ist, wir machen dort normalerweise nicht nur touristische Sachen.
00:22:29: Also gerade am Beispiel Uganda ich war selber da mit einmal bei einer von den Uganda Reisen.
00:22:36: natürlich fahren wie in die Nationalboxen, natürlich begeistern die Elefanten und die Löwen und was für sich die ganzen großen Tiere und die Natur Und wir besuchen aber auch zum Beispiel eine Missionsstation, die in einer der ärmsten Regionen von Uganda im Norden oder sind zu Gas.
00:22:58: Bei der Karitas in Gulu, in der zweitgrößten Stadt und treffen dort ganz die normalen Menschen.
00:23:04: Und kann man mit denen ins Gespräch sehen was es auch für Probleme gibt.
00:23:07: In Gulu besuchen wir zum Beispiel das Projekt über dass wir unseren Flug ... Für dass wir unsere Klimaschutzspende machen.
00:23:15: Das ist ganz spannend.
00:23:16: Fulsartig
00:23:16: Moment!
00:23:17: Ja genau.
00:23:19: Ich habe mir wirklich im Nachhinein gedacht und das war auch das Feedback von den anderen Reisenden mindestens genauso schön und lehrreich für uns oder interessant war, dass wir so viel mit den Menschen zu tun hatten.
00:23:32: Und nicht nur die tolle Natur und die großen Tiere gesehen haben.
00:23:37: Also diese Begegnungen haben diese Reise dann letztlich zu was Besonderem gemacht und dass du ein bisschen Einblick kriegst.
00:23:44: Das heißt
00:23:44: ...
00:23:45: Der Grund, warum wir reisen sollte nicht nur sein.
00:23:48: Wir wollen einfach dort am Strand legen und billige Cocktails trinken.
00:23:54: Aus deiner Sicht muss da schon immer noch ein bisschen mehr dahinter sein?
00:23:57: Ja!
00:23:58: Also jede Reise ist eine Lernerfahrung.
00:24:02: Ist sie sowieso außer ich weiß nicht, wenn ich eine Woche nur im All inklusiv klub liege und da nie einen Nie verlassen, weiß ich nicht ob es eine Lernerfahrung ist?
00:24:10: Ich habe das noch nie gemacht weil ich halt das gar nicht aus... also ich halte schon Luxus aus!
00:24:18: Und das tut auch manchmal gut und ist schön dass wir uns das leisten können.
00:24:22: Aber sozusagen, man muss auch raus.
00:24:24: Man muss wirklich dann das Land sehen und ich halte es auch nicht aus eine Woche sozusagen nur am Strand zu liegen.
00:24:30: aber okay da ist jeder verschieden.
00:24:32: also dieses dieses Lernen von einer Reise dieses zu sehen wie es woanders ist und das zu vergleichen mit Zuhause und sich vielleicht überlegen warum ist dieses land?
00:24:51: Wir haben eine Verantwortung, wir gehören zu einer absolut privilegierten kleinen Minderheitgruppe weltweit gesehen.
00:25:00: Die reisen einfach zum Spaß machen können und sich das leisten können.
00:25:10: Reist nicht, die haben andere Sorgen.
00:25:13: Die müssen schauen wie sie morgen überleben.
00:25:14: Das sind unglaubliches
00:25:15: Privileg.
00:25:16: Genau und dieses Privilegg finde ich ... Damit haben wir eine Verantwortung und sozusagen da müssen wir auch heim kommen und etwas lernen und darüber erzählen und vielleicht auch gesellschaftlich das einbringen.
00:25:33: Aber im Weltern schon gibt es Zeit wenn ich richtig gerecht habe ungefähr vierzehn Jahren?
00:25:37: Genau, seit Ende of the year.
00:25:42: Wie hat sich denn in diesen zehn Jahren das Reiseverhalten verändert?
00:25:47: Ich denke jetzt auch an die große Zäsur Corona.
00:25:50: Das war ja für Reisen kurzfristig ein absoluter
00:25:54: Stillstand.
00:25:58: Man merkt nichts mehr davon.
00:25:59: Also es ist jetzt wie früher, ich habe mir auch während Corona gedacht das wird sich ... Wir werden viel davon lernen.
00:26:05: Ich glaube wir haben nix daraus gelernt.
00:26:07: Ich hab mir gedacht wahrscheinlich wären wir in Zukunft öfter wo die Maske aufsetzen müssen.
00:26:12: tun wir nicht bin ich nicht traurig darüber muss ich ehrlich sagen Es wird mehr geflogen als je zuvor.
00:26:18: Tourismus boomt Massen-Tourismus boomt, Kreuzfahrten boomen.
00:26:23: Trotz spannender Viren ... Trotz
00:26:25: spannender Vieren, wo sogar Menschen sterben?
00:26:27: Also genau!
00:26:28: Ja und das war kein so... Das war ein interessanterweise ja gar kein so ... Ein Fünftausend Leute Schiff, billig kreuzfahrt sondern eine Expeditionsschiff.
00:26:39: Genau.
00:26:39: Aber also kreuzzfahrt ist für mich auch sowas wohl.
00:26:42: Das möchte ich nicht machen.
00:26:44: Wird's bei Wildern schon nie geben weil es einfach so einen extrem hohen Ressourcenverbrauch hat.
00:26:52: Und man auch nie nirgends richtig ist, immer nur so ganz kurz hineinschnuppert und die Arbeitsbedingungen gerade von den Leuten, die nicht im Service sind, weil ich glaube sie kriegen ganz gut Strinkgeld aber die anderen sehr schlecht sind.
00:27:08: Okay das heißt aus deiner Beobachtung sind wir zurück am Start quasi ohne haben nicht viel dazugelernt?
00:27:16: Weil du jetzt auch über deine eigenen Präferenzen schon so ein bisschen erzählt hast, wie viel Zeit im Jahr verbringst Du selbst auf Reisen?
00:27:24: Ja also ich mache ungefähr fünf Reiseleitungen für Welternschauen im Jahr.
00:27:28: Das sind wahrscheinlich wenn eine Reise so eine Woche bis zehn Tage dauert ja also vierzig Tage.
00:27:37: einen halb Monate bin ich sozusagen für Welter anschauen unterwegs und dann mache Ab und zu noch mit meiner Frau, mit meiner Familie Urlaub in Summe.
00:27:50: Ja ich weiß nicht, zwei bis drei Monate.
00:27:53: Gut aber bei dir ist es ja ein Job?
00:27:55: Genau!
00:27:56: Aber ich bin schon die meiste Zeit daheim Das glauben viele nicht.
00:28:00: Aber ... Ich glaub das schon, weil ich kann dich jederzeit anrufen und melden.
00:28:04: Du bist meistens daheim?
00:28:05: Das kannst du auch, wenn ich unterwegs bin!
00:28:07: Ja, das stimmt.
00:28:09: Meistens schreibst du, wenn du gerade irgendwo am Arctic Circle unterwegs bist, krieg ich dann einen kleinen Hinweis darauf.
00:28:15: Genau.
00:28:16: Welches Land steht noch auf deiner sogenannten Bucket List?
00:28:21: Wenn du grad vom Arctic Circle gesprungen hast, wo wir heuer ... Ich habe noch nie die Mitternachtsonne gesehen.
00:28:32: Ich war noch nie im Norden im Sommer.
00:28:36: Das steht auf meiner Packetliste, das will ich machen mit dem Zug.
00:28:54: Ansonsten als Fernreise, ich möchte unbedingt einmal den Himalaya sehen und vielleicht in Nepal oder irgendwo in dieser Region Drecking machen.
00:29:07: Mich sieht es nicht auf die Gipfel.
00:29:08: Das ist zu anspruchsvoll für mich aber einfach gehen wandern.
00:29:12: Ich gehe total gern.
00:29:13: Was steht noch auf meiner Bucketlist?
00:29:15: Es gibt noch so viele kroatische Inseln, wo ich noch nicht war.
00:29:18: Oder griechische Insellen.
00:29:21: Also einfach auch nur einen schönen Urlaub machen und dort halt gemütliche Zeit verbringen, wandern ... Ich hab noch viele Wander ziele genau.
00:29:31: Ich mach mir keine Sorgen, dass die jemals die Destination ausgehen.
00:29:35: Warst du schon mal in einem Land, wo du dir gedacht hast, da könnte ich ernsthaft leben?
00:29:42: Ja!
00:29:43: Also ich lebe total gerne in Österreich, das ist das schönste Land der Welt.
00:29:48: Das sagen viele Leute über ihr Heimatland übrigens und dieses Heimatladen zu verlassen ist eine sehr, sehr schwere Entscheidung auch wenn du flüchten musst.
00:29:57: Glauben wirst viele nicht aber ist so?
00:30:00: ja also ich weiß nicht.
00:30:02: Italien Frankreich die klassischen Länder wo man halt gern hinfährt Da würde ich schon gerne eine Zeit lang leben, wird mir Spaß machen.
00:30:09: Ich würde gern diese Sprachen viel besser lernen und vielleicht mache ich das auch mal aber nicht dauerhaft.
00:30:17: Meine Homebase ist Österreich und Galnöckirchen im Müllviertel derzeit also jetzt auch schon die letzten zwanzig Jahre, fünfundzwanzig jahre.
00:30:28: Aber sag niemals nie
00:30:29: Wie ist denn Heimkommen für dich nach einer Reise?
00:30:32: Immer schön!
00:30:33: Weil mich immer aufs Heim kommen.
00:30:35: Ich freue mich aufs Fortfahren, aber ich freu mich immer auf's Heimkommen.
00:30:38: Gibt nix Schöneres.
00:30:39: Wieder daheim zu sein im vertrauten Umfeld ... wieder im eigenen Bett zu schlafen!
00:30:45: Ja das kennen viele.
00:30:46: Familie zu sehen und die Freunde zu treffen.
00:30:48: Genau.
00:30:48: also einfach diese Vertrautung umgeben wo du dich einfach dahein fühlst.
00:30:54: Hat sich durch das viele Reisen auch dein Blick auf dein Heimatland verändert?
00:30:59: Ja.
00:31:00: Also umso mehr ich in der Welt herumkomme oder andere Länder sehe ist mir bewusst, welches Glück wir haben.
00:31:09: Dass wir zufällig in diesem Land auf die Welt gekommen sind und dass wir oft auf sehr hohem Niveau jammern über Dinge, die bei uns eigentlich super funktionieren.
00:31:22: Genau!
00:31:22: Also noch haben wir genug Wasser.
00:31:29: Es wird jedes Jahr irgendwie auch der Klimawandel kommt zu uns oder die Klimakrise sage ich eigentlich lieber.
00:31:35: Genau, aber wir leben eigentlich im Schlaraffenland.
00:31:40: nicht alle und das ist mir auch wichtig zu sagen mit meinem Karitas Herzen dass noch in mir schlägt.
00:31:47: es gibt viele Menschen in Österreich die abends sind oder die von Amut bedroht sind und diese keine Weltern schauen Reise leisten können die auch schauen wie sie morgen über den Runden kommen oder nächstes Monat Und da passiert auch gerade ein bisschen Rückschritt.
00:32:02: Aber ja, es ist trotzdem.
00:32:04: im Vergleich sind wir immer noch sehr privilegiert.
00:32:08: Ja, Christopher, wir sind leider schon am Ende unserer kleinen Podcastreise angelangt.
00:32:13: Ich glaube, wir hätten noch viel zu besprechen aber ... Wir müssen irgendwann den Sack zumachen!
00:32:17: Du kannst dir gerne jederzeit mal wieder vorbeikommen wenn du Lust hast und irgendwas Neues zu berichten hast.
00:32:22: Mir bleibt noch übrig zu sagen dass Ich persönlich finde, dass jede und jeder Mal erleben sollte wie eine solche Reise wirklich ist wo man das Land nicht nur quasi anschaut.
00:32:37: Wirklich dort, ein bisschen hinter die Kulissen schaut.
00:32:39: Also wirklich genauer hinschaut.
00:32:40: das ist glaube ich schon eine ganz andere Art zu reisen wie viele von uns gewöhnt sind.
00:32:45: Wir verlinken auf jeden Fall zu eurem Angebot in den Show-Nots.
00:32:48: vielleicht hat ja jemand beim Zuhören jetzt auch die Reise losgepackt und... Das
00:32:52: wär schön!
00:32:53: ...ist sich
00:32:53: euch an.
00:32:54: Genau, www.welternschauen.at.
00:32:56: Ich gebe
00:32:57: den Link noch mal rein Und vielen Dank dir Christoph dass du dir die Zeit genommen hast und heute obwohl du ja mit einem Fuß schon im Zug Richtung Rumänien bist.
00:33:08: Danke, liebe Urselt.
00:33:09: Es war ein sehr angenehmes Gespräch und ich hoffe, ich habe Lust gemacht aufs Welternschauen!
00:33:14: Ja, also mir auf jeden Fall.
00:33:17: Und dann bleibt mir noch zu sagen, liebe Hörerinnen und liebe Hörer vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Podcast den wir mit viel Liebe und Sorgfalt alle zwei Wochen produzieren.
00:33:26: das macht uns einen Riesenspaß und wir hoffen dass es Ihnen auch gefällt.
00:33:30: und wenn dem so ist bitte lassen Sie uns gerne eine gute Bewertung da Gerne auch einen Kommentar auf der Podcast-Plattform Ihres Vertrauens.
00:33:39: Teilen Sie den Podcast, laden sie ihn herunter, erzählen Sie anderen davon.
00:33:42: das alles hilft dabei die Themen, die uns so sehr am Herzen liegen noch weiter verbreiten zu können.
00:33:48: und dann sage ich vielen Dank fürs Zuhören bis in zwei Wochen.
00:33:51: Wir hören uns!
00:33:52: Sind Sie auf den Geschmack gekommen?
00:33:54: Neue Folgen von Welt der Frauen zum Hören gibt es jeden zweiten Donnerstag überall dort wo es Podcasts gibt.
00:34:01: jetzt abonnieren und keine Folge verpassen.
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