#65 Wie kommen wir gut durch die Wechseljahre, Eveline Diridl?
Shownotes
Gynäkologin Eveline Diridl begleitet sowohl in ihrer privaten Praxis als auch im öffentlichen Krankenhaus Frauen durch die Wechseljahre. Sie weiß, wie viele Frauen denken, sie müssten diese Phase einfach ertragen und die Symptome aushalten. Doch das stimmt nicht. Es gibt vieles, das dabei hilft, besser durch die Wechseljahre zu kommen.
Welche Symptome in dieser Zeit auftreten können, wann die Gabe von Hormonen sinnvoll ist und warum es so wichtig ist, immer wieder darüber zu sprechen? Das erzählt Eveline Diridl im Gespräch mit Podcast-Gastgeberin Ursel Nendzig. Für Abonnent:innen von „Welt der Frauen“ gibt es im Log-in-Bereich auf welt-der-frauen.at eine vertiefende Bonus-Folge zum Thema Hormone. (https://www.welt-der-frauen.at/wechseljahre-bioidente-hormone-eveline-diridl-podcast/)).
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Transkript anzeigen
00:00:01: Es mag vielleicht keine einfache Phase sein, aber es ist doch keiner, die nur negativ ist.
00:00:06: Man wird klarer in dem, was einem gut tut und auch darin, was einen vielleicht nicht
00:00:11: mehr gut
00:00:12: tut.".
00:00:14: Willkommen bei Welt der Frauen zum Hören – den Podcast direkt aus der Redaktion von Welt der Frau.
00:00:20: Hier sprechen wir mit spannenden Persönlichkeiten über alles, was Frauen wirklich bewegt und interessiert!
00:00:28: Ich darf Sie herzlich willkommen heißen zu einer neuen Folge Welt der Frauen zum Hörn.
00:00:33: Mein Name ist Urs-Lenzig, ich bin Redakteurin und Autorin des Magazins.
00:00:37: Und hauste diesen Podcast!
00:00:40: Ich bin wie gewohnt auch nicht alleine hier sondern habe eine Gästin wobei nein eigentlich ist das umgekehrt.
00:00:46: Ich bin die Gästen nämlich.
00:00:48: ich bin sogar in der Praxis von Eveline Deridl Fachärztin für Genecologie und ja wir sitzen hier in ihrer Praxis im Niederösterreichischen Amstetten.
00:00:57: schön dass sie da sind und danke dass ich da sein darf.
00:01:01: Ich freue mich sehr, dass Sie da sind.
00:01:03: Herzlich willkommen!
00:01:04: Heute ist ein schöner sonniger Tag.
00:01:06: das passt perfekt.
00:01:07: Sehr gut
00:01:08: Das Thema Menopause, das begleitet uns als Magazin durch dieses ganze Jahr.
00:01:13: Wir greifen es immer wieder auf sowohl in Magazinen also auch online bei unseren Veranstaltungen und eben auch hier im Podcast.
00:01:21: Warum machen wir das?
00:01:23: Weil Ja, alle Frauen betrifft zumindest alle die das Privileg genießen auch älter zu werden und trotzdem erst erstaunlich wenig darüber gesprochen und geschrieben wird.
00:01:34: Es kann also eigentlich gar nicht zu oft thematisiert werden denke ich mir.
00:01:39: Frau Dr.
00:01:39: Dirildr schön langsam so zumindest ist mein Eindruck kommt das Thema Menopause dorthin wo es hingehört in die Gespräche zwischen Frauen in den Medien in Filme in Büchern und so weiter.
00:01:52: Ist das auch Ihr Eindruck?
00:01:55: Ja, ich erlebe gerade sehr deutlich, dass die Wechseljahre endlich den Raum bekommen, den sie nie hatten.
00:02:02: Viel zu lange war das ein Thema, das eher im Verborgenen stattgefunden hat etwas, worüber man einfach nicht gesprochen hat.
00:02:11: Es ändert sich auch die gesellschaftliche Haltung.
00:02:14: Frauen sprechen jetzt offener darüber Sie tauschen sich aus untereinander und dadurch entsteht ein Gefühl von Verbundenheit.
00:02:23: Genau dieses, ich bin nicht allein ist für viele Frauen unglaublich entlastend auch während so Themen rund um den weiblichen Körper wie zum Beispiel Menstruation oder die mentale Gesundheit.
00:02:35: Wie geht es meiner Psyche?
00:02:37: Das war früher tabuisiert und diese Gespräche werden jetzt offener angesprochen.
00:02:42: Politikerinnen, Prominente melden sich zu Worten zu diesem Thema in Tokshos-Podcasts, sozialen Medien.
00:02:50: Und dadurch werden die Wechseljahre greifbarer?
00:02:53: Ja den Eindruck habe ich auch und haben Sie auch gleichzeitig das Gefühl dass die Frauen, die zu ihnen in die Praxis kommen schon ein bisschen mehr wissen mittlerweile also hat sich das in den letzten Jahren auch verändert.
00:03:06: ja die meisten Frauen kommen tatsächlich mit einem gewissen Vorwissen in meine Sprechstunde und das spüre sofort.
00:03:14: Sie haben bereits gelesen, sie schon informiert.
00:03:17: Aber was sie mitbringen ist oft mehr als nur Wissen.
00:03:20: Es ist auch eine Mischung aus Hoffnung aber auch Verunsicherung und manchmal auch Frust.
00:03:26: Was ist die Hoffnung, wie Sie ansprechen?
00:03:28: Die Hoffnung ist dass sie mit ihren Beschwerden ernst genommen werden.
00:03:32: Dass es dann Hilfe gibt, die leicht umzusetzen ist Und das Gefühl ernst genommen zu werden ist für viele fast genauso wichtig Wie dann die Therapie oder die Behandlung.
00:03:43: Das kennt man, glaube ich.
00:03:45: Jede Person, die schon mal mit einer körperlichen Beschwerde oder eine Frage irgendwo hingekommen ist, kennt dieses Gefühl.
00:03:51: hoffentlich werde ich ernst genommen.
00:03:53: Hoffentlich werde jetzt nicht.
00:03:55: Ja genau!
00:03:56: Da gibt es auch den Begriff von Medical Gaslighting.
00:03:58: das ist so ein verharmlosen und abspielender Symptome geht, der übertreibt schon wieder geht.
00:04:03: Es ist nicht so schlimm, da musst du einfach durch.
00:04:06: Das ist sicher etwas was hauptsächlich Frauen natürlich erleben?
00:04:10: Ja natürlich ja.
00:04:12: Was mir jetzt gerade in unseren ersten Sätzen aufgefallen ist, wir sprechen ganz erlaubt von der Menopause.
00:04:19: Ich würde gerne diese Begrifflichkeit definieren – was ist die Menopause eigentlich?
00:04:25: So angangsprachlich reden wir wirklich immer von der menopause.
00:04:28: das ist auch gut so.
00:04:29: wenn man es jetzt wirklich Rein medizinisch betrachtet ist die Menopause ein einziger Tag im Leben einer Frau.
00:04:35: Das ist der Tag aller letzten Regelblutungen, das weiß man natürlich erst dann im Nachhineinfahren.
00:04:41: Die Begriffe sind folgende also die Zeit vor der Menopausen, vor der letzten Regel Blutung ist die Bremenopause beziehungsweise die Perimenopause und dann alles danach ist dann die Postmenopause.
00:04:55: Okay, das heißt eigentlich wäre der Begriff Wechseljahre wenn wir diese ganze Phase betrachten wollen Zutreffender.
00:05:02: Ja genau wechseljahr oder Klimakterium?
00:05:05: Ich glaube da haben wir schon einen Irrtüm ausgeräumt.
00:05:09: Es gibt ganz viele Irrtümer rund um das Thema.
00:05:13: was sind denn die größten?
00:05:15: Also ich hatte zum Beispiel auch lange nicht am Schirm wie früh dass losgeht bei manchen Frauen eben schon in ihren dreißigern.
00:05:22: aber Was kursieren denn für große Irrtümer um die Wechseljahre?
00:05:28: Die größten Irrtömer sind sicher, dass man an den wechseljahrbeschwerden aushalten muss und da einfach durchmuss.
00:05:35: Ein weiterer großer Irrtum ist, dass Frauen glauben sie sind einfach noch viel zu jung für die Wechseljahre.
00:05:41: Die Wechseljarren können wirklich tatsächlich schon mit Ende dreißig Anfangvierzig anfangen.
00:05:47: Die ersten Beschwerden können da schon auftreten.
00:05:51: Apropos Beschwerde das Klischee ist ja die schwitzende Frau, die Schwitze Wallungen hat.
00:05:58: meistens so meine Beobachtung wird er sogar noch ein bisschen ins lächerliche gezogen bzw verharmlost.
00:06:04: Die Hitzeweilung ist ein bisschen als Geeg betrachtet.
00:06:06: So ohne ist das aber gar nicht diese Hitzewallungen, oder?
00:06:10: Ganz und gar nicht!
00:06:12: Das ist genau das Problem mit dem Klischee – die schwitzende Frau wird oft belächelt.
00:06:18: Dabei steckt auch ein ganz komplexer hormoneller Umstellungsprozess.
00:06:23: Die Hitzewahlung ist zwar das bekannteste Symptom, aber nur die Spitze muss man sich vorstellen vom Eisberg.
00:06:30: Was sie nach außen hier bisserl schwitzen, ausschaut kann sich für die Frau anfühlen wie eine plötzliche Hitzertacke mit Herzklopfen.
00:06:38: Nächte ich es aufwachen, ich hab letztens ein Patientin Tage gehabt und gesagt, sie wacht achtmal in der Nacht
00:06:43: auf.
00:06:44: Das heißt das hatte noch Auswirkungen einfach auf ihren ganzen Tag?
00:06:47: Genau!
00:06:48: Und es liegt auch da so ein Missverhältnis vor.
00:06:51: Das Symptom wird so banal dargestellt zu... Ja, das bisserlschwitzen ist halt mal schau aus Und es wird die Belastung dahinter dann unterschätzt.
00:07:02: Es gibt aber auch noch weitere Beschwerden und viele davon, bei denen kommt man nicht gleich auf die Idee, das könnte der Wechsel sein.
00:07:10: Welche
00:07:10: könnten
00:07:10: das denn zum Beispiel sein?
00:07:12: Neben der Hitze kann genauso eine extreme Kälte ein Symptom sein.
00:07:17: Dann natürlich Stimmung, Schwankungen, Panikadaken, Depression... Ich hab sehr viele Frauen, die um die Fünfzigerfamilien neu auftreten in der Depression haben.
00:07:27: Da lohnt es sich immer auf die Hormone zu schauen.
00:07:30: Weiters fällt den Frauen schwer, sich zu konzentrieren.
00:07:32: Da gibt's den Ausdruck-Brennvog wie so ein Hirnnebel und auch einen ausdruckenden, dann der Schleim heute trockenes Auge, Tinnitus oder auch Geräuschempfindlichkeit.
00:07:44: Man halt die Geräusche nicht mehr so gut aus.
00:07:47: Auch dann Trockenheit im Mund am Darm ... Es kann ein bisschen zum Blebach kommen.
00:07:53: Und ein ganz großer Symptomkomplex, der auch zu den Wechselerbeschwerden gehört, sind die Beschwerden im Intimbereich.
00:07:59: Viele Frauen glauben, sie haben ein pilzes Juck des Brenn, das tut wem Geschlechtsverkehr.
00:08:04: dabei ist es diese trockene Schleimhaut, die die Frauen dann belastet.
00:08:09: Auch natürlich Reizblase mit ständigen Handrank.
00:08:12: Die Frauen, die tragen sich dann oft nicht mehr mit am Bus mitzufahren weil sie sagen ich muss ständig auf die Toilette oder auch Hand verlusten.
00:08:20: Was ich immer wieder höre und das überrascht mich oder schockiert mich, ist dass eben auch nicht alle Frauenärztinnen und Frauenärzte sich mit dem Thema der Wechseljahre wirklich gut auskennen.
00:08:32: Und mit diesem Hormonen?
00:08:33: wie kann es sein?
00:08:35: Na ja zum einen hatten die Wechsellehre generell die Lehre von den Hormonern im bisherigen Medizinstudium so ein stiefmütterliches Land sein.
00:08:44: Im Fach Gönäkologie ganz wenig mehr wurden in der Innenmedizin gelehrt wie zum Beispiel bei Diabetes oder Schilddrösenerkrankungen.
00:08:54: Und zum anderen erfordert dieser hohes persönliches Engagement, sich mit Wechselherbeschwerden auseinanderzusetzen und Fortbildung ist freiwillig.
00:09:03: Wer sich als Arzt oder Ärztin nicht aktiv dafür interessiert bleibt schnell dann bei alten Leitlinien und das Wissen wird dann nicht aktualisiert und ist veraltet.
00:09:13: Außerdem ist dann die Beratung der Frauen ja doch sehr zeitintensiv und das ist eine Leistung, die wird von den Krankenkassen nicht hoch abgegolten.
00:09:21: Ja wie war das denn bei Ihnen?
00:09:23: Sie haben sich ja aus eigen Initiativen eingeschmordereinge... Tiger, woher kam das Interesse und wie hat sich das ergeben?
00:09:32: Das war eigentlich schon immer da.
00:09:34: Im Studium hatte ich einen hervorragenden Lehrer den Professor Dr.
00:09:39: Huber und der dürfte mich so geprägt haben dass sie immer schon mein ganzes Leben wusste.
00:09:44: wenn ich einmal Beschwerden bekomme dann nehme ich etwas.
00:09:47: Diese Hormone üben auf mich eine ganze große Faszination aus.
00:09:51: Das sind so kleine winzige Botenstoffe und die beeinflussen alles in unseren Körper.
00:09:55: Die Körperfunktionen, unsere Stimmung, ja sogar ob wir ihn sympathisch finden oder auch nicht.
00:10:00: Ja spannend!
00:10:02: Waren Sie dann schon als Frauenärztin aktiv?
00:10:04: Als sie beschlossen haben?
00:10:05: jetzt möchte ich mich in dieses Thema vertiefen.
00:10:08: Ja natürlich aus meiner eigenen Geschichte heraus habe ich dann eine eigene Initiative Kurse fortbildungen Kongresse besucht und es ist für mich ganz schön zu sehen, wie man dann Menschen damit helfen kann.
00:10:22: Man findet dann bei sehr viel Beschwerden ganz rasch eine
00:10:26: Lösung.".
00:10:27: Das heißt sie hatten selber Beschwerde und sind deswegen auch auf dieses Thema gekommen?
00:10:31: Ja genau so war es!
00:10:33: Das heisst also ist ein bisschen in der eigenen Verantwortung der Ärzte und Ärztinnen... Genau Wie geht es ihnen damit wenn Sie jetzt auch über eigene Geschichte so ein bisschen reflektieren da so viele Frauen damit abge In die Österreich habe ich gelernt, sagt man abgeschadelt werden.
00:10:51: Ja!
00:10:52: Man muss das halt einfach aushalten und dann muss man durch.
00:10:55: Was macht das mit Ihren?
00:10:56: Das beschäftigt mich Tag für Tag sehr.
00:10:59: Und ehrlich gesagt mach mir das auch ein bisschen betroffen.
00:11:04: Es macht mir betroffen zu sehen wie viele Frauen die Beschwerden einfach authalten oft über Jahre hinweg weil sie glauben es muss so sein.
00:11:12: Und dahinter steckt aber so eine fehlende Aufklärung Und das alte Bild vom Gehörthalt dazu zum Älterwerden, das ist ja natürlich.
00:11:21: Auch die Gewohnheit der Frau sieht nicht an die erste Stelle zu setzen.
00:11:25: Sondern alle anderen.
00:11:28: Manche sogar den Hund.
00:11:30: Das heißt es ist auch etwas was Sie erleben und was Sie jetzt aus Erfahrung wissen?
00:11:34: Genau,
00:11:35: das höre ich sehr oft.
00:11:37: Dann kommt natürlich dazu dass nicht jede Frau die Möglichkeit hat sich privat beraten zu lassen bei einer Privatärztin die zwei oder sogar mehr Klassen Medizin, die wir noch mal haben.
00:11:50: Wann und wohin gehe ich denn wenn ich Beschwerden habe?
00:11:54: Wie kann ich eine Arzt- oder eine Ärztin finden, die mir weiter hilft?
00:11:58: Ja das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:12:00: Gute Hilfe soll nicht vom Geldbösel abhängen.
00:12:04: auch im öffentlichen System gibt es Wege Unterstützung zu bekommen.
00:12:08: Die erste Anlaufstelle der Frauenarzt, die Frauenärztin auch im Kassensystem.
00:12:14: Und wenn man sich nicht ernst genommen fühlt, dann ist auch Wechseln völlig legitim.
00:12:20: Das heißt ich kann so oft ... Ich möchte den Arzt oder Ärztin wechseln?
00:12:25: Ist das im Kassensystem möglich?
00:12:27: Vartalsweise schon.
00:12:29: Viele Frauen wechselen doch einmal zur Wahlerztin und machen Vorsorgeuntersuchungen im Kassesystem.
00:12:38: Okay,
00:12:38: d.h.,
00:12:39: Man kann sich das auch so überlegen, dass man sich das vielleicht einmal leistet.
00:12:44: Eine
00:12:44: private Sprechstunde
00:12:48: und
00:12:48: dann mit dem Befund oder mit dem Wissen, was man dort erwirbt zum normalen Kassenärztin zurückgeht.
00:12:56: Genau, das kann man auf jeden Fall machen.
00:12:58: Dann gibt es Frauenberatungstellen oder auch die Selbsthilfegruppe Feuerfrauen und sie bieten niederschwellige Hilfe an.
00:13:06: Gratis!
00:13:07: Und dort bekommt man Aufklärung und Orientierung und auch Weitervermittlung.
00:13:12: Ich glaube dass viele Frauen auch gehemmt sind, die Ärztin zu wechseln oft vielleicht in einem kleineren Ort weil es nun mal einfach der Ärzte ist, zu dem man geht.
00:13:22: Wie ist das aus ihrer Sicht als Praktikerin, muss man sich da eine Scheu haben?
00:13:29: Wie kann man denn das den Frauen nehmen?
00:13:31: diese Last.
00:13:33: Überhaupt nicht!
00:13:34: Es ist durchaus okay dass wir sie verschiedene Meinungen einholen.
00:13:38: Das ist sogar auch sehr wichtig.
00:13:41: Okay,
00:13:41: d.h.,
00:13:42: da brauchen wir uns nicht schlecht fühlen oder...
00:13:44: Nein nein, damit wissen wir jetzt die gute Umzugung.
00:13:48: Was sicher für viele Frauen ein großes Thema ist, eben Sie haben es schon angesprochen.
00:13:53: Die Hormone, die sich besonders faszinieren.
00:13:56: und ich glaube die große Frage, die sicher auch unsere Leserinnen stellen, ist Hormonen nehmen ja oder nein?
00:14:05: Und das ist glaub ich schon ... Ich weiß schon sie können.
00:14:08: wir können hier auf keinen Fall eine medizinische Konsultation ersetzen.
00:14:12: aber Brauchen wir denn alle Hormone, um gut durch die Menopause oder ... Nein nicht durch die menopause.
00:14:17: Durch den Wechseljahr zu kommen?
00:14:19: Ja es ist tatsächlich eine ganz große und auch eine emotionale Frage.
00:14:24: Hormonen ja oder nein?
00:14:26: Die trennt so wirklich die Gegner von der Beführung.
00:14:30: Und da muss ich sagen Es gibt nicht einen richtigen Weg für alle.
00:14:35: Wann sei's fit?
00:14:36: all funktioniert doch einfach nicht.
00:14:38: jede Frau bringt ihr eigene Geschichte mit ihren Körper ihre Beschwerden Ihre Lebenssituation.
00:14:44: Manche kommen mit der Umstellung ganz gut zurecht und finden andere Wege, zum Beispiel Kraft, Ausdauer, Training, Yoga, Nährstofftherapie, Phytotherapie, Tcm, Akkupunktur – für andere Frauen reicht es wieder nicht aus!
00:15:00: Da können dann Hormone eine enorme Entlastung sein.
00:15:03: Aber was mir in dem Zusammenhang auch wichtig ist, zu sagen, dass folgendes Hormonihabmacher Schutzfunktionen im Körper sind.
00:15:09: Sie schützen unseren Knochen und Gehirn unser Herzkreislaufsystem.
00:15:14: Und gerade bei diesem Thema dürfen Gruppen von Frauen nicht aus den Blicken verlieren.
00:15:19: Frauen, die keine Hormonen nehmen dürfen zum Beispiel nach Brustkrebs.
00:15:24: Und für diese Frauen ist die Situation auf besonders belastend.
00:15:28: Die haben die gleichen Beschwerden oft sogar aufgrund der Antihormontherapie stärker ausgebringt und gleichzeitig fällt eine wirksame Therapieoption, also die der Hormone weg.
00:15:38: Die fühlen sich nicht selten ein Stück damit allein gelassen.
00:15:42: Und da ist es dann umso wichtiger dass man sagt auch hier gibt's Möglichkeiten.
00:15:48: Es gibt zum Beispiel die Leser-Therapie, vaginal angewandt und das ist eine sanfte total hormonefreie Therapieoption.
00:15:55: Wenn es die Scheide immer trockener wird oder wenn sich die Reizblase meldet.
00:16:01: Das heißt
00:16:02: da ist der Laser eine Methode die Symptome in dem Bereich zu behandeln?
00:16:07: Auf
00:16:07: jeden Fall.
00:16:08: und der Laser regeneriert auch das Gewebe.
00:16:10: Versteht ihr.
00:16:11: das heißt das Gehebe wird dann wieder...
00:16:12: ...es wird gestärkt und es kommt zu vermehrten Bildung von Collagen und auch vom Blutgefiss.
00:16:19: Das ist eine große Linderung für Frauen, die keine Hormone nehmen wollen oder nicht dürfen.
00:16:25: Ich nehme
00:16:26: aber nicht an, dass das die Kasse bezahlt?
00:16:29: Dass es leider privat lässt.
00:16:34: Da wären wir in Richtung Prävention unterwegs.
00:16:37: Es würde ... vor den Frauen sehr viel bringen, wenn das präventiv eingesetzt werden würde.
00:16:44: Ja, weil vielleicht wird es ja auch noch zur Kassenleistung, wenn die Botschaft ein bisschen sick
00:16:49: ist?
00:16:50: Das wäre natürlich wichtig!
00:16:51: Was sind denn sonst so die Abwägungen im Pro-Kontra-Hormone?
00:16:56: Also ich sage den Frauen immer so... Wenn die Beschwerden so stark sind dass sie meine Lebensqualität beeinträchtigen, wann ich nicht mehr schlafen kann, weil man die Gelenke wehtun Da werden wir vielleicht nach und nach dazukommen, dass die Gelenksbeschwerden oft gar nicht so in den Zusammenhang gebracht werden mit Wechseljahr-Beschwerden oder wir können ja das gleich erzählen.
00:17:19: Die Frauen sagen, ich habe eine Morgensteifigkeit.
00:17:22: Meine Fingergelenke tut uns weh Gangenbinden kommen wieder in Gang und dann werden die Beschwerden wieder besser.
00:17:30: Das ist ein klassisches Hormon-Mangelsymptom.
00:17:32: oder auch diese Frosenschalter, diese Schmerzen in der Schulter.
00:17:36: oder wochenlang hüpft er dann wieder Knie oder Sprunggelenke.
00:17:39: Das heißt das kann auch so wandern durch die
00:17:41: Frühlinge?
00:17:41: Genau!
00:17:42: Das wandert so wochenweise.
00:17:43: Dann werden unzählige Untersuchungen gemacht, Röntgen Da kann man auch Räume haben.
00:17:51: Man sollte es an das logischsten denken.
00:17:54: Es werden auch Tare untersuchen, wie MRT ist durchgefüllt.
00:17:57: Aber man sollte die Hormone nicht aus dem Blick verlieren.
00:18:01: Das heißt wenn Frauen in rund um fünfzig Kniebeschwerden haben ... Beispielsweise gehen sie wahrscheinlich zum Orthopäden?
00:18:08: Genau!
00:18:08: Der Orthopede
00:18:09: wiederum ist aber überhaupt nicht ausgebildet auf Wechselbeschwertung, richtig?
00:18:13: Ja genau.
00:18:16: und da würde ich mir wünschen... von anderen Fachbereichen auch ein bisschen auf die Hormone schauen.
00:18:24: Ja, um da zurückzukommen auf die Lebensqualität.
00:18:28: also wenn ich Hormon brauche dann wirklich wie gesagt so Schmerzen habe in den Gelenken oder die Trockenheit einfach so voranschreitet dann sollte man schon über Hormonen nachdenken und da bringt uns auch ein Harmonstatus weiter.
00:18:46: Da steht dann drauf.
00:18:51: wie es um die Hormone ausschaut, ob sie ernehmlich sind oder noch normal sind.
00:18:57: Wie oft muss man so einen Hormonstatus machen?
00:19:00: Weil das wird ja schrankt.
00:19:02: Ja, prinzipiell empfehle ich den Frauen immer mit Beginn der Beschwerden einen Hrmonstatus zu machen wenn sie unterlaufen.
00:19:11: Der Kontrolle ist auch in der Ordination schon ein halb Jahresabständen auf die Hrmonen.
00:19:17: Es ist sehr, sehr wichtig.
00:19:18: Ich denke mir, dass wir das im Hinterkopf haben.
00:19:21: Achtung diese Beschwerden könnten alle der Wechsel sein.
00:19:25: Gleichzeitig wollen wir dadurch jetzt nicht, dass Angst und Schrecken verbreitet wird
00:19:30: vor dem Weg.
00:19:31: Es gibt
00:19:32: ja durchaus Frauen die gut durch den Wechsel kommen ohne jegliche Hilfe oder mit nur geringer... Anpassung des Lebens.
00:19:39: Genau,
00:19:40: das sehe ich immer wieder Frauen, die gut informiert sind und eine hohe Selbstfürsorge haben, dass denen deutlich besser geht als wäre Frau, die nie so drauf geachtet hat auf ihren Lebens.
00:19:51: Wie
00:19:51: meine sie zum Beispiel selbst für Sorge?
00:19:53: Selbst Fürsorge ist eine gute Ernährung.
00:19:57: Bewegungen
00:19:58: machen Schlafmachen schauen auf die mentale gesunden.
00:20:01: Ja das ist natürlich.
00:20:02: in diesen Jahren im einem Frauenleben kommt natürlich vieles zusammen.
00:20:06: Das ist
00:20:06: sicher
00:20:06: auch ein Thema berühmt der Rush Hour
00:20:09: das Leben.
00:20:12: Wenn die Kinder Teenager sind und die Eltern pflegebedürftig werden, der Job verfordert einen.
00:20:18: Und dann kommt noch so was dazu?
00:20:20: Das ist natürlich schon eine Herausforderung.
00:20:22: Absolut!
00:20:23: Man darf diese Mental Load auch nicht unterschätzen – immer für alle an alles.
00:20:28: Das ist auch sehr kräftetjährig.
00:20:31: Weitverbreitert ist die Annahme eben dass die wechseljahre eine schreckliche Zeit für Frauen sind, dass das sozusagen wie soll ich sagen, das Anfang vom Ende ist und der Beginn von einer Phase wo wir nicht mehr in unserer Reproduktion sind unsere Reproduktivität eben vorbei ist.
00:20:48: Und diese Phase kann aber ja auch sehr viel mehr sein.
00:20:52: Das können viele Frauen eine tolle Zeit sein wo sie vor Energiestrotzen beobachten.
00:20:59: Auf jeden Fall das sehe Man wird klarer in dem, was einem gut tut und auch darin, was einen vielleicht nicht mehr gut tut.
00:21:08: Und ja es mag vielleicht keine einfache Phase sein aber es ist doch keiner die nur negativ ist.
00:21:14: Wenn man versteht, was im Körper passiert und sich Unterstützung holt dann kann daraus durchaus etwas Kraftvolles entstehen.
00:21:22: Schön Sie haben vorhin schon so leicht anklicken lassen von Ihrer eigenen Wechselgeschichte.
00:21:28: wie ist es Ihnen denn selber ergangen?
00:21:32: Ich erlebe die Wechseljahre nicht als plötzlichen Einschnitt, also ich bin zweiundfünfzig und eigentlich kann man sagen so mitten drin in den Wechsel.
00:21:41: Sondern eher so eine leise Veränderung, die sich nach und nach in den Alltag einschleicht.
00:21:48: Am meisten überrascht es nicht, dass offensichtliche wie diese Hitzewahlungen, sondern das Diffusergefühl einfach ein bisschen weniger belastbarer zu sein und emotional auch dünn halten.
00:21:59: Und Dinge die früher ganz selbstverständlich für mich waren, kosten auf einmal plötzlich mehr Kraft.
00:22:05: Wie gehen Sie damit um?
00:22:07: Ja ich betreibe auch Selbstfühlsorge, grenzt mich vor dem ab was mir nicht mehr gut tut alles selber auch an mir aus, also die Hormontherapie und Adelesetherapie.
00:22:25: Und dann wenn man das selber mal gefühlt hat, kann man das besser weitergeben?
00:22:29: Ja ist es wahrscheinlich vielleicht für manche Frauen tatsächlich auch im Ratsam, also klingt jetzt vielleicht ein bisschen einschränkend.
00:22:36: aber vielleicht ist auch eine weibliche Frauenärztin in so einer Phase Die bessere Fall, oder?
00:22:42: Da muss man halt deine Frauenärztin haben, die genau in dem Weg sind.
00:22:45: Ja.
00:22:46: Ich befinde dich oder dir die Erfahrungen gewohnt hat.
00:22:48: Ein
00:22:49: paar Kolleginnen, die gar nix von dem halten, ob sie schon post-männer passen.
00:22:54: Da kann das nicht so für all die Männern gehen?
00:22:56: Ja, das stimmt!
00:22:57: Das war auch jetzt ungefähr den Männern gegenüber.
00:22:58: Die sind bestimmt ganz einfühlsame, tolle Frauen erst da draußen, die wir jetzt nicht irgendwie vorführen wollen.
00:23:05: Aber es gibt ja tatsächlich diese Drittel... Also ein Drittel aller Frauen hat
00:23:11: eigentlich
00:23:11: gar keine Beschwerden, stimmt das ungefähr?
00:23:14: Genau, das stimmt.
00:23:15: Das gibt die Drittelregel, also ein Drittel der Frauen hat keine Beschwerden.
00:23:19: Ein Drittel hat leichte Beschwerde und ein Drittel ist dann tatsächlich mit den Stacken beschwert.
00:23:24: Ja.
00:23:24: Für die wollen wir natürlich besonders da sein, also wir freuen uns für jede Frau, die kraftvoll und beschwerde Freiheit durch diese Zeit kommt.
00:23:32: Das ist natürlich super!
00:23:33: Also man muss jetzt glaube ich auch nicht anfangen Symptome zu suchen wo keine sind...
00:23:38: Genau so ist es!
00:23:39: Sondern man darf das einfach genießen wenn's einem gut geht.
00:23:42: Was haben Sie denn aus Ihrer eigenen Erfahrung unseren Hörerinnen?
00:23:46: Ich muss nicht schändern an dieser Stelle, aber ich wollte gerade sagen Hörerinnen und Hörern.
00:23:51: Aber wir können uns, glaube ich, auf die Hörerinnen beschränken.
00:23:54: Vielleicht hört doch ein Mann einmal zu?
00:23:56: Das hoffe ich aber der hat vermutlich keine Wechselbeziehung.
00:23:59: Wobei, man sagt ja immer dass Männer auch Art wechseln und schlafen.
00:24:03: stimmt das?
00:24:03: Ja da stimmt aber dann geht es nicht so abrupt sondern das geht eher so ein ganz langsames Versiegen.
00:24:09: Aber ich habe tatsächlich wirklich auch Frauen die sagen gibt's das für Männer auch?
00:24:14: Ich möchte jetzt einen Test machen für meinen Mann, weil den geht es nicht mehr so gut.
00:24:19: Also dieses klassische Börner-Odd kann das an den Hormonen liegen und man kann tatsächlich auch die Hormone beim Mann sich anschauen.
00:24:26: Der nimmt da dann das Testosteron ab und das EHA ist unser Jugend- und Powerhormon.
00:24:32: aber das geht nicht so abrupt wie bei uns Frauen.
00:24:37: Aber jedenfalls haben Sie vielleicht einfach noch einen ganz persönlichen Tipp aus Ihrer persönlichen Erfahrung und Expertise für unsere Hörerinnen.
00:24:44: Ja, mir ist ganz wichtig dass wir Frauen uns Informationen einholen.
00:24:51: wenn wir gut informiert sind dann wissen wir schon warum jetzt das Arztgespräch suchen weil man Hilfe brauchen worüber wir reden.
00:24:59: Ich glaube, auf seinen Arzt ärztlichen Gespräch kann man sich ja auch vorbereiten.
00:25:03: Ist das auch etwas, was Sie empfehlen?
00:25:05: Ja,
00:25:05: ich sag den Frauen immer bitte kommt schon vor informiert.
00:25:09: Die Kante sind derzeit gar nicht alles erklären es kommt nur noch ganz wenig.
00:25:13: ein Prozent kommt dann überhaupt.
00:25:15: Man ist aufgeregt aber es kommen auch viele frauen schon mit.
00:25:19: wirklich die sind mir die Liebsten auf einen Zettel schon den ganzen Fragen offen geschrieben und so wissen wir beide dass man da Gut unterwegs sind.
00:25:28: Ich habe auch in dem Wartezimmer einen Fragebogen, den Männerpausen-Rettungsgelder empfüllen und dann schaut die Frauen aus, ich speichere immer, dass sie sich weitererfolgen muss.
00:25:38: oder wo ist der Luft noch?
00:25:40: Es gibt ja auch so Apps, Minotracker-Apps wo man so die Symptome erfassen kann.
00:25:46: Ist sowas auch etwas was ihnen hilft dann in der Befundung?
00:25:49: Ja alles ist gut und alles was die Frauen mitbringen an alten befunden, an aktuellen befunden das ist für mich gleich.
00:25:58: jedes kleine Pünktchen an zusätzliche Information ist gut
00:26:02: kommen eigentlich viele Frauen in Begleitung.
00:26:04: Weil man ja auch manchmal den Rat bekommt, nimmt er ein quasi zweites Paar Ohren mit und zwei das Paar Augen mit?
00:26:11: Also sehr erschöpfte Frau und die schaffen es gar nicht mehr alleine hierher.
00:26:15: Die kommen dann in Bekleidung meistens einer Freundin oder der Schwester, weil sie sich selber aus eigener Kraft heraus nicht mehr schafft.
00:26:24: Männer kommen ganz selten
00:26:25: mit.
00:26:25: Okay okay Ja also ... Wir fassen zusammen.
00:26:30: Informieren ist gut, Podcasts wie dieser kann vielleicht auch was dazu beitragen.
00:26:35: unsere Artikeln und Onlinebeiträge.
00:26:38: wir sind wirklich bemüht dass wir da möglichst viele Informationen an die Frau bekommen um dieses Thema einfach noch mehr und ich sehe da eine gute Entwicklung.
00:26:46: aber wir können es glaube ich noch mehr uns hernehmen und immer wieder drüber sprechen.
00:26:51: das ist ganz wichtig.
00:26:53: ja wir sind jetzt leider schon am Ende mit dieser Folge aber natürlich noch lange nicht mit dem Thema.
00:26:59: Es gibt unendlich viel zu erfahren darüber und ich möchte mich herzlich bei Ihnen, Frau Dr.
00:27:04: Dirdel bedanken dass ich heute hier sein durfte.
00:27:06: Danke für den lieben Besuch!
00:27:07: Ja sehr gerne.
00:27:09: und ja das wir eben soviel aus Ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrung lernen dürfen.
00:27:14: Bei Ihnen lieber Hörerinnen und hoffentlich auch Hörern bedanke ich mich für Ihr Interesse und fürs Dabeisein.
00:27:21: Lassen Sie uns doch gerne einen Kommentar da, vergeben sie eine gute Bewertung, teilen sie und erzählen die anderen von unserem Podcasts.
00:27:28: Das alles hilft uns dabei!
00:27:30: Die Themen, die uns ebenso wichtig sind weiter zu verbreiten.
00:27:34: Ja, und da bleibt mir nur noch zu sagen bis in zwei Wochen.
00:27:37: wir hören uns,
00:27:38: Papa!
00:27:39: Sind Sie auf den Geschmack gekommen?
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