#61 Warum werden Frauen von der Medizin benachteiligt?
Shownotes
Zu spät erkannte Symptome, zu hoch dosierte Medikamente, als Einbildung abgetane Beschwerden: Digital-Chefredakteurin Leonie Zimmermann spricht mit Gesundheitspsychologin Katharina Hotter und Soziologin Sylvia Gaiswinkler darüber, warum Frausein nach wie vor ein gesundheitliches Risiko darstellt. Denn zwischen Frauen und Männern klafft eine Lücke in der medizinischen Versorgung, die sich nicht nur in der Forschung zeigt – wo der männliche Körper lange Zeit als Maßstab und der weibliche als Abweichung davon galt –, sondern auch in der alltäglichen Praxis. Diese Lücke hat einen Namen: der „Gender-Health-Gap“. Die Expertinnen fordern: Wir brauchen endlich eine gendergerechte Gesundheitsversorgung.
Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, testen Sie auch unsere Printausgaben. Mit einem Abo des ältesten Frauenmagazins Österreichs unterstützen Sie wertvollen Qualitätsjournalismus für Frauen.
Transkript anzeigen
00:00:02: Wann immer ich zu einer Ärztin in einem Arzt gehe, denke ich mir weiß der oder die jetzt auch wirklich drüber Bescheid,
00:00:09: dass ich eine Frau bin
00:00:10: und wird das jetzt mitgedacht.
00:00:14: Willkommen bei Welt der Frauen – Der starken Stimme für Frauen immer am Puls der Zeit!
00:00:20: Welt der Fraun begleitet ihre Leserinnen seit nineteenhundert sechsundvierzig als Magazin digital auf www.weltderfrauenat und jetzt auch zum Hören als
00:00:30: Podcast.
00:00:33: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts direkt aus der Redaktion von Wett der Frauen.
00:00:37: Mein Name ist Leonie Zimmermann und ich habe heute gleich zwei tolle Gästinnen bei mir, Katharina Hotter ist Gesundheitspsychologin und Pädagogin.
00:00:44: Sie gibt Workshops zur Gendermedizin und arbeitet in einem intersektionalen Gesundheitszentrum für Frauen und Mädchen hier im Wien Und Silvia Geiswinkler, Soziologin oder Expertin für Frauen- und Gendergesundheit bei der Gesundheit Österreich GmbH.
00:00:57: Sie schaut besonders darauf wie soziale Faktoren unsere Gesundheit beeinflussen.
00:01:01: Schön dass ihr da seid!
00:01:02: Danke.
00:01:04: Heute geht es um ein Thema, das uns alle früh oder später angeht und trotzdem nicht die Aufmerksamkeit bekommt, dies verdient unsere Gesundheit.
00:01:11: Oder genauer gesagt, um die Lücke zwischen Männern und Frauen, die es in der Medizin gibt besser bekannt als Gender-Helfgap.
00:01:18: Ich dachte ehrlich gesagt lange dass ich beim Arztbesuch darauf vertrauen kann, dass mir gegenüber jemand sitzt, der weiß wie er mir helfen kann.
00:01:25: In der Realität ist das aber leider nicht immer der Fall zumindest für uns Frauen.
00:01:29: Der Mann gilt noch immer als Standard in der Medizin, wir Frauen sind also eher die Abwächung von der Norm.
00:01:34: Das bedeutet in der Praxis auch oft – Wir werden nur mitbehandelt statt als Individuum in den Fokus gestellt Und das hat Folgen, die wir alle merken.
00:01:43: Ich habe Ihnen nur ein paar Beispiele mitgebracht.
00:01:45: Medikamente werden oft nach Studien an Männern dosiert was zu falschen Angaben für Frauen führt.
00:01:50: Herzinfarkte werden bei Frauen häufiger zu spät erkannt weil die Symptome anders sind Was eine höhere Sterblichkeit zur Folge hat.
00:01:57: Krankheiten wie Endometriose brauchen Jahre bis zur Diagnose, weil sie schlechter erforscht sind was das Leiden von Betroffenen unnötig verlängern kann.
00:02:06: Kurz gesagt unser Gesundheitssystem passt nicht immer so gut zu unseren Körpern wie es sollte.
00:02:11: Das ist Fakt und trotzdem gibt es noch viele offene Fragen rund um den Gender-Helfgab.
00:02:16: Warum gibt es ihn überhaupt?
00:02:17: Was bedeutet er für unser Leben?
00:02:19: Und vor
00:02:20: allem
00:02:20: Wie können wir trotzdem selbstfischend und gesund leben?
00:02:24: Wir versuchen
00:02:24: uns diesen Thema jetzt gemeinsam zu lernen.
00:02:27: Fangen wir persönlich an.
00:02:29: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Gender Health Gap gemacht, Frau Hotter?
00:02:34: Ja ich out mich da jetzt natürlich ein bisschen auch als Patientin.
00:02:38: Ich bin eine von ganz vielen Frauen die mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten zu tun hat.
00:02:47: also da ist wirklich einen riesengroßen Unterschied vor allem in einer gewissen Altersgruppe wie viel Frauen das prozentuell betrifft im Vergleich zum Männern.
00:02:57: Sehr häufig war die Antwort dran.
00:02:59: Also drauf, die medizinische Antwort darauf Antibiotika gab er vor allem von männlichen Urologen muss ich sagen war das Gespräch dann auch relativ kurz?
00:03:11: also ich bin wenig aufgeklärt worden.
00:03:15: was kann ich da eigentlich präventiv tun?
00:03:18: auf meine Frage, ob das was damit zu tun haben kann.
00:03:21: Dass ich vielleicht schon in der Perimenopause bin habe ich nur einen Schulterzug bekommen.
00:03:28: Ja und also Erzählungen in dieser Art kriege ich sehr häufig von unterschiedlichen Richtungen, ob privat oder beruflich.
00:03:37: Also das ist ganz offensichtlich einfach zu schlecht untersucht und aus meiner Sicht ausreichend.
00:03:42: Es ist nicht ausreichende gut medizinisch behandelbar, also zumindest für mein Empfinden.
00:03:51: Haben Sie ähnliche Erfahrungen oder liegen die Themen bei Ihnen anders?
00:03:55: Nein, sie liegen nicht anders.
00:03:57: Ich glaube was bei mir eher ist, wann immer ich zu einer Ärztin einem Arzt gehe vor allem auch Hausärztinnen denke ich mir weiß der oder die jetzt auch wirklich darüber bescheid dass ich eine Frau bin und wird das jetzt mitgedacht Gerade zum Beispiel auch bei Blutbild oder in dem Fall Bluthochdruck, Medikamente kurzfristige.
00:04:23: Das heißt eigentlich immer wenn ich dort bin, bin ich nicht sicher ob das jetzt tatsächlich abgestimmt ist auf mich was ich gerade brauche und die Symptome die ich gerade habe und dass ich in diesem Fall im Weiblich bin.
00:04:37: ganz konkret natürlich jetzt auch was ihr jetzt Thema ist bei den Wechseljahrs Symptomen, die dann in meinem Fall auch schon zum Teil flüraufgetreten sind als vielleicht vermutet vom Mittelwert her.
00:04:51: Aber auch da hat einfach nie eine Ärztin oder ein Arzt irgendwie irgendwas dazu gesagt oder irgendetwas nachgefragt.
00:04:59: Interessanterweise hat das irgendwann mal eine Urologin gemacht, bei der ich eben auch wegen einem Kurzfristig, in dem Fall zum Glück Harnwegsinfekt war.
00:05:11: Ah, spannend!
00:05:12: Dass die jetzt nirgendwie nachfragt... Aber es zeigt einfach auch zumindest in meiner ganzen Geschichte, wenn jemand nachgefragt hat was immer irgendwie dahintergrund das es anscheinend halt auch persönliches Interesse gegeben hat und persönliche Fortbildungen von einzelnen Ärzteinnen aber dass es keine flächendeckende Versorgung ist.
00:05:33: ich glaube das ist das was wir dann auch insgesamt heute noch mal wahrscheinlich besprechen werden wie der Gender-Halsgab beginn wir aussieht.
00:05:40: Jetzt haben sie ja beide zwei sehr persönliche Erfahrungen beschrieben, die aber sicher auch leider gesamtgesellschaftlich niederschlagen.
00:05:47: Sie frageiswinkeler Erforschnetzsoziologen ja auch die tatsächlichen Genderunterschiede in der Medizin.
00:05:53: Wie würden sie sagen verstärken soziale Faktoren?
00:05:56: Wie Kehrarbeit, Geschlecht und Einkommensunterschieden gesundheitliche Ungleichheiten?
00:06:01: Also da gibt es, das hat jetzt mal in dem Fall nicht nur mitgeschlecht zu tun.
00:06:06: Aber da gibt's eine absolut evidente Studienlage zum Beispiel so erhöhten Armuts Risiko was das für Auswirkungen auf Gesundheit hat.
00:06:16: Das ist in diesem Fall tatsächlich ganz generell so also dass die Lebenserwartung bei Menschen die in Armut leben einfach massiv weniger Lebensjahre beträgt.
00:06:27: Aber bei Geschlecht hat es natürlich damit zu tun, dass jeweils auch vorhin anhand der persönlichen Beispiele schon gesagt haben, wer wird eigentlich angesehen?
00:06:37: Auf wen ist eigentlich der Blick gerichtet.
00:06:39: Auch in der Forschung und medizinischen oder eben auch gesellschaftlich?
00:06:44: Wer gilt als Norm, was Sie auch schon im Intro jetzt erwähnt haben.
00:06:48: Und das merken wir in der Studienlage und in der Datenlage und wo wir es auch merken weil wir in unseren Arbeiten ja schon auch immer partizipativ arbeiten.
00:06:59: aber das weiß meine Kollegin wahrscheinlich auch ein ganz großes Problem dass sich durchzieht ist, dass Mädchen oder Frauen jeden Alters einfach sich nicht ausreichend ernst genommen gefühlen, wann immer sie eben gesund sind Sorgungssysteme antucken.
00:07:15: Und das zieht sich dann durch von dem wie zum Beispiel Gewalterfahrungen, Frühen oder sexuelle Belästigung die psychischen Druck auslösen.
00:07:25: Was wiederum Stress auslöst.
00:07:26: und Stress hat einfach tatsächlich auch also schlägt sich wirklich dann tatsächlich nieder.
00:07:32: in körperlichen Symptomen.
00:07:33: Also das ist dann nichts mehr, was irgendwie leicht wegzustecken oder zu ignorieren ist, sondern das sind dann einfach auch Werte, die sich einfach wirklich auf zum Beispiel Herzkreislauf auswirken und zum Beispiel auch sowas wie Stress durch Mehrfachbelastungen.
00:07:48: Jetzt hat die Kollegin ja gerade schon gesagt dass Sie, Frau Hotter, vielleicht auch beurteilen können sie arbeiten im Frauengesundheitszentrum in Wien.
00:07:57: Was läuft bei Ihnen anders bzw.
00:07:58: worauf achten Sie besonders, um Frauen abzuholen und im Gesundheitssystem gut aufgehoben fühlen zu lassen?
00:08:06: Wenn man das Wort Frauengesundheit hört, denken viele als Erstes an eine gynäkologische Praxis.
00:08:13: Das ist überhaupt nicht unser Fokus.
00:08:16: Also das ist natürlich ein ganz wichtiges ... Ganz wichtiges Thema, auch dieser Blick.
00:08:20: Der medizinische Blick, gynäkologische Blick.
00:08:22: aber wir versuchen Frauengesundheit wirklich ganz seitlich zu sehen und haben ganz stark diese psychosoziale Perspektive auf das Thema.
00:08:31: Und
00:08:32: wir
00:08:33: versuchen überwiegend Frauen anzusprechen die sozialkonomisch benachteiligt sind in dem Wissen dass es gerade Frauen sind die in Armut leben die schlechtere Gesundheitschancen haben.
00:08:46: und da versuchen wir So ein bisschen mehr gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu ermöglichen oder halt vor allem da mit Gesundheitsförderung anzusetzen, die Ressourcen zu heben, Beratungen anzubieten, psychologische-psychotherapeutische Beratung anzubeten.
00:09:04: Also unsere Frage ist eher so okay wie schauen die Rahmenbedingungen aus und wie kann man hier Gesundheit erhalten oder herstellen?
00:09:12: Mit was für Erfahrungen kommen die Frauen zu Ihnen?
00:09:16: Das Thema Gewalt ist schon einbracht worden.
00:09:19: Also sehr, sehr häufig gibt es in der Biografie vielleicht auch gar nicht mehr aktuell aber ob das in der Kindheit ist oder in einer längeren romantischen partnerschaftlichen Beziehung wo es Gewalterfahrungen gibt ja große Existenznöte.
00:09:39: Alleinerzieherinnen diesen Dauerstress gepaart mit ganz schlechtem Selbstwert, weil es so viele Frauen das Gefühl haben, ich muss das alles allein hinkriegen.
00:09:48: Ich muss das alle schaffen und dass einfach schlichtweg unmöglich ist oft, das alles alleine hinzukriegen ja sehr viele Frauen natürlich mit Migrationshintergrund die dann auch im Gesundheitssystem auf Diskriminierung stoßen oder die sich halt nochmal schwerer tun auf ihren Rechten zu bestehen.
00:10:08: Also sehr, sehr vielfältig.
00:10:10: Da gibt es eigentlich nichts, was nicht auftaucht bei uns.
00:10:13: Ja...
00:10:13: Jetzt ist ja die Benachteiligung im Gesundheitssystem klingen ja sehr viel weitläufiger als dass man jetzt sagen würde.
00:10:18: okay sind quasi nur Frauen und das ist pauschal sozusagen.
00:10:22: Jetzt reden wir schon seit ein paar Jahren über den Gender Health Gap.
00:10:25: Warum halten sich diese Ungerechtigkeiten trotzdem so hartnäckig?
00:10:29: Frau Geiswinker!
00:10:31: Also da kann ich wirklich inzwischen eine Einschätzung dazu abgeben, die glaube ich tatsächlich richtig ist.
00:10:38: Das hat wirklich zu tun mit dem wie das Gesundheitssystem die Forschung historisch gewachsen ist und dass es einfach nicht so leicht aufzubrechen.
00:10:48: also wir reden da halt nicht von zehn Jahren, zwanzig Jahren sondern halt wirklich von über hundert Jahren.
00:10:55: und also das sind Zeiträume wo sich bestimmte Struktur Manifestiert hat, also wo dann wird geforscht.
00:11:03: Wozu gibt es auch Evidenz?
00:11:06: auch zum Beispiel gerade bei den klinischen Studien zu Medikamenten.
00:11:10: Das ist ja tatsächlich gar nicht so einfach, da das wieder aufzulösen.
00:11:17: einerseits eben wer waren die Probanden in den fünftiger Jahren und sozusagen was ich anschlussfähig wenn es neue Tests gibt um das medikament überzuführen damit auch Frauen oder auch nichtbinäre Personen verwenden können.
00:11:32: Das heißt wir haben sie hier wirklich zu tun mit mit sehr, sehr gewachsenen und manifesten Strukturen.
00:11:38: Und natürlich auch mit tradierten Dynamiken innerhalb vom Versorgungssystem – also auch mit Hierarchien in welcher Hierarchie.
00:11:48: Wie verankert ist ein männlicher Arzt in einer Klinik?
00:11:52: Und wie verankernt ist eine Pflegefachkraft?
00:11:55: Das braucht wirklich!
00:11:57: Ich glaube wir sind ja schon im Beginn von einem Prozess, da bin ich eher zuversichtlich Aber das wird noch dauern.
00:12:05: Jetzt sagen Sie, wir sind am Beginn von einem Prozess.
00:12:09: Woran machen sie das fest?
00:12:11: Dass das Thema zumindest in der Öffentlichkeit tatsächlich diskutiert wird – also das ist zumindest meine Wahrnehmung und wir merken es zum Beispiel auch bei uns an den Gesundheit Österreich, wenn auch irgendwie Anfragen kommen zu Berichten oder so.
00:12:26: Das Interesse ist einfach hoch!
00:12:28: Es gibt eine hohe Nachfrage an Berichten und Daten von unterschiedlichsten Ebenen aber vor allem aus der Bevölkerung Und ich gehe mal davon aus, dass ihr bei FAM und bei Fam mit das vielleicht aus der Perspektive auch nochmal abdecken könnt wie der Zulauf bei euch ist.
00:12:47: Ich kriege da ja immer wieder mit, wie lang die Wartelisten sind.
00:12:50: Da ist ein Thema bei Frauengesundheit, da spielt sich gerade wirklich viel ab.
00:12:56: oder jetzt zum Beispiel in der Beobachtung von.
00:12:59: Es gibt in Deutschland gerade einen ganz großen Forschungskoll zur Versorgungssituation von Frauen.
00:13:06: Der ist irgendwie, da werden Millionen gerade reingesteckt.
00:13:10: oder nordische Staaten haben sich zusammengetan um eine gemeinsame Strategie zu Frauen gesundet oder wenn man es halt irgendwie auf den Weg zu bringen zumindest irgendwie zu formen.
00:13:22: Wir sind natürlich in einer Bubble aber zumindest da tut sich was.
00:13:26: und Nachdem ich seit Jahrzehnten das beobachte, habe ich schon den Eindruck, dass es wirklich mehr ist als das zum Beispiel noch war.
00:13:35: Oder auch bestimmte Themen, die im Jahr zwei Tausend Siebzehn einfach nicht möglich gewesen wären.
00:13:39: Also in dem Jahr zwei tausend siebzehnt wäre kein Menstruationsgesundheitsbedicht möglich gewesen.
00:13:44: Frau Otter, beobachten Sie Ähnliches in Ihrer Praxis?
00:13:47: Beziehungsweise wie nehmen Sie die Entwicklungen der letzten Monate wahr?
00:13:53: Tour raus ähnlich oder meine Einschätzung deckt sich dazu hundert Prozent.
00:13:57: Die wird vielleicht gerne noch eine Ebene reinbringen, dass es natürlich inzwischen auch mehr Frauen Ich deute hier gerade ein Anführungszeichen an, in mächtigeren Positionen gibt der auch mehr grad weibliche Ärztinnen.
00:14:12: Also ich denke jetzt auch an die Regionen Kärnten und Gendermedizin In der Politik im Journalismus, in der Wissenschaft Die vielleicht aus Eigeninteresse oder zum Teil aus eigener Betroffenheit heraus das Thema einfach voranbringen.
00:14:27: Und es gibt auch diesen wirtschaftlichen Faktor dass nicht auf Frauen Gesundheit zu schauen, eigentlich riesige Kosten verursacht.
00:14:36: Also auch diese volkswirtschaftliche Perspektive gibt es und manchmal ist halt leider nur das das Argumentes zählt.
00:14:42: aber da habe ich schon das Gefühl bei denen die sich informieren und die wissen sind, da macht das was.
00:14:49: also das sieht man ein, dass das so ist
00:14:52: für alle eigentlich am Ende sinnvoll wenn alle gesund sind gar Geht
00:14:56: es uns
00:14:56: allen gut?
00:14:57: Es ist so simpel, wie es klingt.
00:14:59: Es ist manchmal so schwer das umzusetzen leider
00:15:02: und ich glaube vielleicht noch eine Ergänzung wir haben jetzt Generationen die kommen für die wirklich Sachen selbstverständlich sind Also eine Generation vor uns halt auch noch nicht selbstverständlich war.
00:15:19: Ich glaube, das ist auch so ein Generationeneffekt der mich in dem Fall auch zuversichtlich irgendwie macht weil einfach vieles Selbstverständliches was auch nicht mehr wirklich zurückgetreten werden kann glaub ich.
00:15:32: Ich hoffe sehr!
00:15:35: Jetzt sind wir ja auf der strukturellen Ebene.
00:15:37: es muss sich struktural bisschen etwas ändern durch das System besser bzw.
00:15:41: frauenfreundlicher funktioniert insgesamt, das muss ein bisschen mehr awareness bei den Ärztinnen vorhanden sein.
00:15:47: Wenn wir auf individueller Ebene schauen wie merke ich denn als Frau dass sich bei dem Arztgespräch ernst genommen werde?
00:15:59: In dem ich das Gefühl habe, dass ich mit den Dingen die mir wichtig sind auch wirklich gehört werde.
00:16:05: Das braucht natürlich
00:16:06: Zeit ja.
00:16:09: aber wenn Wenn bei mir übrig bleibt, ich habe gerade was falsch gemacht.
00:16:13: Ich bin gerade irgendwie peinlich berührt.
00:16:16: Oh nein!
00:16:16: Mit mir stimmt das
00:16:17: nicht.".
00:16:18: Also das ist für mich dann eindeutig ein Zeichen okay da ist so schief gegangen.
00:16:22: ja weil ich hab ja eigentlich grad Hilfe gesucht und die sollte hier eigentlich bekommen.
00:16:29: Also das heißt, wenn ich tatsächlich all meine Anliegen, meine Beschwerden darlegen habe können und wenn dann klar ist okay es gibt vielleicht nicht auf alles auch sofort eine Antwort.
00:16:39: Aber ich fühle mich ernst genommen und ich merke die Person versucht mich da gegenüber oder per Sohn nennen könnte ja mehr sein.
00:16:46: Denken damit mir mit oder gemeinsam versucht man da weitere Schritte zu gehen.
00:16:51: Ist das, Frau Geißfinkler?
00:16:53: Wenn wir uns jetzt das Gesundheitssystem anschauen, was wir aktuell haben.
00:16:56: Ist es überhaupt umsetzbar in der großen Fläche?
00:16:59: Theoretisch ja!
00:17:02: Weil ich glaube ist in dem Fall auch nicht mal um medizinisches Wissen per See geht sondern es geht um eine Haltung.
00:17:10: und insofern denke ich eben also wenn die Haltung die richtige ist und ich grundsätzlich Menschen gegenüber oder Personen gegenüber wertschätzend auftrete, uns ernst nehme.
00:17:21: Dann ist ja schon sehr viel eigentlich gemacht.
00:17:24: Also da geht es noch nicht mal um eine medizinische Diagnose oder um eine klinische Diagnose.
00:17:30: Insofern meine ich theoretisch Ja weil sie eigentlich nicht wirklich Ressourcen braucht.
00:17:34: also jemanden ernst zu nehmen ist keine zusätzliche Ressource die benötigt wird.
00:17:39: Wie man das dann tatsächlich jetzt mit dem, wie das Gesundheitssystem in Österreich besetzt ist, löst – das ist sicher nochmal ein eigener Punkt.
00:17:48: Aber es gibt ja auch relativ viele Fortbildungen zu Gesprächsqualität zwischen Patientinnen und Ärztinnen.
00:17:57: Also es wäre eigentlich auch sozusagen von Fort- und Weiterbildungen an Geburt da.
00:18:04: um sich hier zu schulen, um dann auch zu wissen okay was kann ich tun?
00:18:09: Um zum Beispiel eben Klientinnen oder Patientinnen ernstzunehmen.
00:18:12: Und wir haben das im Rahmen von eigentlich in dem Fall AttributärQ Plus-Untersuchungen gesehen, dass es zum Teil wirklich ganz simple Mikrointerventionen auch helfen, um einen Raum aufzumachen der eher ein Willkommensort werden kann.
00:18:32: Bei LTBDRQ Plus ist zum Beispiel die Regenbogenfahne irgendwie aufzustellen oder irgendwie einen queer-friendly Symbol irgendwo hinzubekleben, also das sind zum Teil ganz simple Sachen, die nicht mal auffällig sein müssen oder Broschüren irgendwie aufzulegen, die bestimmte Zielgruppe ansprechen und man weiß okay Das ist so, okay, du hast jetzt irgendwie in dem Fall als Queereperson oder auch als Frau und Mädchen zu sein.
00:18:59: Und ich muss mich nicht komisch fühlen.
00:19:00: Also auch sowas kann helfen und kostet auch nicht wirklich viel an
00:19:03: Ressourcen.".
00:19:05: Was können Frauen dann auf der anderen Seite ganz individuell tun um ihre Gesundheit selbstbestimmt gestalten zu können?
00:19:14: Also das ist für uns als Frau im Gesundheitszentrum ein ganz wichtiges Thema.
00:19:19: Stichwort Gesundheitskompetenz Beziehungsweise.
00:19:23: die Geschichte der Frauengesundheitsbewegung hat ja ganz viel damit zu tun, mehr Expertinnenwissen wieder zurückzugeben oder mehr Selbstbestimmung zur möglichen und wo.
00:19:35: wir versuchen in verschiedenen Kursen zum Beispiel.
00:19:38: Die Gesundheitskompetenz zu stärken indem wir Frauen mitgeben dass es gut und wichtig ist das sie sich vorbereiten zum Beispiel auf das Gespräch vielleicht vorher schon Notizen machen sich die Fragen aufschreiben die Sie haben gerade wenn sie sich irgendwie unsicher fühlen.
00:19:51: Das ist total okay, so wie Gleitpersonen mitzunehmen weil vier Ohren mehr hören als zwei oder auch sich während dem Gespräch mit Gesundheitsprofessionist in Notizen zu machen und im Zweifelsfall dann nochmal nachzufragen oder zustauen.
00:20:09: sind all meine Fragen beantwortet indem wir auch aufklären über Rechte als Patientin.
00:20:17: Also wenn man auch mit dieser Haltung reingehen kann, ich hab hier Rechte.
00:20:22: Ich habe ein Recht auf Information und so weiter ... Dann kann man natürlich auch mit einer anderen Sicherheit ins Gespräch gehen.
00:20:28: Ja?
00:20:29: Es klingt so ein bisschen als, wenn es wieder eine Form von Haltung ist, die wir oft vielleicht noch nicht einnehmen, weil uns von der Gesellschaft etwas anderes suggeriert wird vielleicht.
00:20:37: Also denkst du, Thema Autoritätshörigkeit ja und schon an vielen Stellen unglaubliche Respekt vor den Göttern in Weiß.
00:20:46: Und dann ist man aufgeregt und dann ist mir irgendwie unsicher, und dann passieren auch solche Situationen ja?
00:20:51: Dass das zum Beispiel eine Patientin nackt, die kann nicht mehr so gut zuhören selbstverständlich nicht!
00:20:58: Also wenn ich Angst haben muss oder mich sehr unwohl-unsicher fühle, dann kann ich auch nicht auf meine kognitiven Ressourcen voll zurückgreifen.
00:21:06: Da entsteht einfach ein ganz unangenehmes Machtungleichgewicht Und da kann ich auch wiederum, oder?
00:21:11: Mit ganz einfachen kleinen Dingen eine Atmosphäre herstellen.
00:21:16: Die eine gute Gesprächsatmosphere näherlegen sagen wir mal so.
00:21:23: Frau Gaspin-Klasinnicken!
00:21:24: Ja, ich kann das total bestätigen und wir haben das in einem berichten wir auch erstellt haben, in der Menstruationsgesundheitsbericht mit Fokusgruppen gesehen.
00:21:34: Dass Frauen wie du schon gesagt hast es hilft ihnen wenn sie sich vorbereiten also wenn einfach sie sich hinsetzen und überlegen okay was will ich sagen?
00:21:43: Und was ihm auch hilft eben wirklich auch in Kurse zu gehen und mit anderen Frauen gemeinsam Szenarien durchzuspielen und sich auszutauschen mit anderen Frau.
00:21:53: Also so sich gemeinsam zu stärken mit anderen und auch selbst mal schon sprachlich durchzuspielen, was sage ich?
00:22:03: Und wie fühlt sich das an.
00:22:05: Das aber in einem Safe Space also in einem sicheren Rahmen, dass das enorm stärkend wirkt.
00:22:11: Dazu gibt es eben von den Frauen gesunder Zentren und von den Fraunberatungsstellen eigentlich fast überall Angebote die eine Anspruch genommen werden können und können wirklich super helfen ja.
00:22:21: Das glaube ich auch!
00:22:24: Wie hat... Das Wissen um den gelten Erhelfen, weil sie sich ja beide auf ihre eigene Art sehr damit auseinander gesetzt haben und auch weiter auseinandersetzen.
00:22:32: Wie hat das ihr eigenes Gesundheitsverhalten verändert?
00:22:35: Frau Hotter ... Sie lachen!
00:22:39: Ähm... Das hat's mit Sicherheit in vielen Facetten aber manchmal sind es ja auch so unbewusste Dinge die man dann sich aneignet.
00:22:49: Aber ich muss auch gestehen ganz oft bin ich einfach im Pörd, weil ich merk Ich als Individuum allein kann es nicht gestalten.
00:22:58: Also ich bin zweifache Mutter und ich bin auch total froh, dass ich meine Kinder habe.
00:23:03: aber gewisse Belastungen Schwierigkeiten usw.
00:23:07: sind nicht weil ich die Kinder hab ja sondern weil einfach Das Leben hier und das Arbeitsleben.
00:23:12: Und wie bin ich abgesichert in Richtung Pension?
00:23:16: Da gibt es so viele Versetten, wie ist es mit Kinderbetreuung?
00:23:21: Was gibt's für unendlich viele Erwartungen an mich als Mutter, die sich zum Teil widersprechen?
00:23:27: Dann soll man auch noch attraktiv sein und außerdem überhaupt ... Also da gibt zu vieles, das hab' ich nicht selber in der Hand.
00:23:35: Also schon auch dieses Bewusstsein dafür, wie viel auf struktureller Ebene einfach nicht ganz gerecht ist und dass das veränderbar wäre.
00:23:44: Aber dass es halt immer auch die Kräfte gibt, die das nicht möchten weil sie davon profitieren, dass es ist wie sie ist.
00:23:50: Ja, die Datenlage, also die Daten immer wieder anzusehen.
00:23:55: Auch die unterschiedlichen... Also das macht schon was her.
00:23:58: Das ist dann auch nochmal eh genau jetzt zum Beispiel die Beispiele mit.
00:24:03: wie wirkt sich das Einkommen oder sozusagen alles was ein Einkommen über einen Lebensverlauf irgendwie da ist aus auf die Pensionen?
00:24:13: und Wie wiederum wirkt sich die Pensionshöhe aus?
00:24:17: Auf was kann ich mir dann leisten an Gesundheitsleistungen im Alter.
00:24:22: Natürlich hat das im Hinterkopf immer mit und ist sehr viel strukturell bedingt auch, wo man als einzelne Person nicht wirklich so viel Spielraum hat.
00:24:34: aber es ist schon sehr bewusst.
00:24:35: und was es bei mir dann glaube ich auch schon macht wenn ich dann in Diskussionen auch privat komme, da merke ich schon, dass ich auf das sehr stark zurückgreif, was sich weiss und wozu es einfach Daten gibt.
00:24:52: Und da halt dann schon, glaube ich auch immer wieder darauf hin weiß okay aber das ist jetzt nicht erfunden.
00:24:58: Das ist keine subjektive Wahrnehmung sondern dazu gibt es einfach Daten.
00:25:02: und das andere ist weil mir das jetzt auch gerade eingefallen ist wenn wir jetzt zum Beispiel wir arbeiten jetzt grad irgendwie vermehrt zu den Wechseljahren und Symptomein- und Behandlungsmöglichkeiten Und ich dann schon auch wieder, weil ich ja keine Medizinerin bin und medizinische Leitlinien anschaue.
00:25:22: Es ist schon sehr kompliziert auch.
00:25:26: Also wie Hormone sich auf... Weiß nicht, was alles auswirkt und wie das zusammenspielt.
00:25:33: Und da denke ich mir dann immer wieder zwischendurch... Das ist schon auch spannend dass es erst jetzt auch irgendwie so in den Forschungsfokus rückt weil eigentlich müsste es ja auch schon vor hundert Jahren unglaublich spannend gewesen sein als Forschungsgegenstand.
00:25:48: Wir waren wahrscheinlich auch schon ein paar Hundert Jahre mehr als die Hälfte der Bevölkerung.
00:25:52: Ja,
00:25:53: es ist sowieso faszinierend.
00:25:55: Dass das ja wirklich deutlich komplexer ist ... Ich hab mir das jetzt noch nicht erklären lassen von der Genemedizinerin.
00:26:01: Sie meinte halt auch, wir durchlaufen jeden Monat vier Phasen.
00:26:05: Der männliche Körper hat eine und wahrscheinlich wurde's sehr einfach so genommen, aber normalerweise hätte man das Komplexere nehmen müssen, theoretisch rein logisch betrachtet.
00:26:15: Und aufs Simplere runter ...
00:26:18: Wir alle streben nach Komplexitätsreduktion.
00:26:20: Eben,
00:26:21: also auf eine Art ... Darf man auch verstehen?
00:26:25: Aber es ist super, dass wir da mittlerweile auf einem guten Weg sind.
00:26:28: und was würden Sie sagen, wenn jemand den Podcast hört oder auch ... Ich generell mit dem Thema auseinandersetzt.
00:26:34: Wo drauf sollte man als junge Frau heutzutage vor allem achten, was die Gesundheit angeht?
00:26:41: Was ist so das, was sie im Jüngeren nicht vielleicht dazu sagen
00:26:43: würden?
00:26:45: Also ich glaube, wenn es wirklich Mädchen sind, junge Frauen.
00:26:51: Ich weiß dass das wahrscheinlich für viele nicht wirklich so funktioniert weil im Selbstwert so ein Thema ist auch gerade bei den Mädchen in Zusammenhang mit Körperbild und das so ineinander wirkt.
00:27:00: aber wenn's irgendwie geht sich selbst wirklich ernst zu nehmen Und was ich selber merke an mir als Mädchen ernst zu nehmen und damit auch zu arbeiten.
00:27:15: Es ist schon so, dass es in den Arbeiten, die wir machen, immer der Ansatz der Subjektive empfinden.
00:27:27: Das ist das Richtige!
00:27:29: Es gibt natürlich objektive Daten, aber wenn so was eben auch geht wie dieses Ernst genommen werden dann ist, wenn ich mich als Mädchen gerade subjektiv irgendwie verletzt fühle das sich nicht ausreden zu lassen.
00:27:42: Dann empfinde ich es grad so!
00:27:44: Das ist nichts, was irgendwie Mädchen oder junge Frauen finden – auch nicht ältere Frauen.
00:27:50: so wichtig und damit dann halt auch irgendwie in Diskussionen zu gehen mit so einer Haltung, also mit so einem Selbstverständnis.
00:28:01: Und sich gegenseitig zu stärken darin.
00:28:02: ich glaube das ist wahrscheinlich der nächste Punkt weil allein schafft man es halt wahrscheinlich nicht aber vielleicht kann man halt versuchen dann wirklich mit anderen mit mehreren sich gegensächtigt darin zu stärkern und auszutauschen
00:28:13: gefallen würde ich zu hundert Prozent unterschreiben.
00:28:18: Und ich würde noch dazu raten, Paranoid zu sein in der Hinsicht wo marktwirtschaftliche Interessen einem ein Gefühl bereiten wollen.
00:28:29: Du bist nicht gut genug du bist nicht schön genug.
00:28:31: Du musst was an dir ändern.
00:28:33: Da besser
00:28:34: skeptisch sein.
00:28:36: Ich glaube skeptisch seien das gerade im Gesundheitsbereich gar nicht mal so unklug weil man halt ... Der Körper sagt schon oft was los ist.
00:28:43: also das ist glaube ich etwas was man lernen darf.
00:28:47: Mir bleibt vor allem, mich bei Ihnen beiden für den tollen Austausch zu bedanken.
00:28:51: Sehr gern.
00:28:52: Danke!
00:28:53: Ich glaube, man merkt wieviel es dazu zu sagen gibt und dass wir noch lange nicht im Ziel sind.
00:28:57: Für mich ist vor allem hingeblieben, wie vielseitig der Generalfga-Biss, das sich strukturell noch viel ändern muss aber dass wir auf einem guten Weg sind und dass es sich lohnt, auf den Körper zu hören.
00:29:07: Mut macht
00:29:08: v.a.,
00:29:08: dass wir auch durch kleine Stellschrauben etwas für eine selbstbestimmte Gesundheit schon tun können.
00:29:13: Mir bleibt noch sie liebe Hörerin genau dazu zu ermutigen und mich für ihre Aufmerksamkeit zu bedanken.
00:29:19: Ich freu mich, wenn Sie unseren Podcast abonnieren, ein Like da lassen oder einen Kommentar.
00:29:23: Das alles hilft dabei, unseren Podcast zu kannte zu machen und dabei Themen die Frauen wirklich interessieren zu verbreiten.
00:29:29: Danke für Ihre Unterstützung!
00:29:30: Wir hören uns!
00:29:32: Hat Ihnen Welt der Frauen zum Hören gefallen?
00:29:35: Alle bisherigen und kommenden Folgen finden sie überall US-Podcasts gibt.
00:29:40: Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten freuen wir uns sehr.
00:29:43: Lesen Sie Welt der Frauen zur Probe, schenken sie das Magazin einem lieben Menschen zu einem besonderen Anlass oder abonnieren sie Welt der Frau für sich selbst.
00:29:53: Alles dazu finden Sie auf www.weltderfrauenat.
Neuer Kommentar