#60 Kann ich als Feministin noch Männer lieben, Barbara Blaha?
Shownotes
Die Autorin und Herausgeberin Barbara Blaha ist zu Gast bei „Welt der Frauen“-Chefin vom Dienst Ursel Nendzig. Anlässlich ihres neuen Buches „Funkenschwestern“ zieht Blaha, eine der bekanntesten, lautesten und mutigsten Stimmen des Feminismus, im Interview Bilanz: Wie steht es um den Feminismus? Können wir als Feministinnen noch Männer lieben? Und wie steht es um die Gleichstellung von Frauen in Österreich aktuell? Warum sie zur Feministin wurde, was es mit der „patriarchalen Dividende“ auf sich hat und wie sie mit „Mansplaining“ und „Manterrupting“ umgeht, erzählt Barbara Blaha in dieser Podcastfolge.
Das Buch von Barbara Blaha ist im Molden Verlag erschienen.
Und hier geht’s zum Care-Rechner.
Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, testen Sie auch unsere Printausgaben. Mit einem Abo des ältesten Frauenmagazins Österreichs unterstützen Sie wertvollen Qualitätsjournalismus für Frauen.
Transkript anzeigen
00:00:02: Am Papier sind wir gleichberechtigt.
00:00:03: Juristisch ist tatsächlich einiges gelungen, aber in der Realität halt nicht und mir hilft das Gesetzbuch wenig wenn mein Leben sich nicht danach richtet sondern ganz anders gestaltet ist.
00:00:14: Willkommen bei Welt der Frauen – Der starken Stimme für Frauen immer am Puls
00:00:18: der Zeit!
00:00:20: Welt der Frau begleitet
00:00:21: ihre Leserinnen seit nineteenhundert sechsundvierzig
00:00:24: als Magazin
00:00:25: digital auf
00:00:26: www.weltderfrauenat
00:00:28: und jetzt auch zum Hören als Podcast.
00:00:33: Frauen traut man nichts zu, Frauen bekommen weniger als sie verdienen oder Frauen leben gefährlich.
00:00:40: Das alles sind Sätze die wir seit langer Zeit immer wieder hören und die in allerzeit leider auch nicht an ihrer Gültigkeit verloren haben.
00:00:50: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts direkt aus der Redaktion von Welt der Frauen!
00:00:57: In dieser Folge beschäftigen wir uns mit einem echten Dauerbrenner – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes dem Feminismus, das Thema brennt uns Frauen und allen Feministinnen und Feministen unter den Nägeln.
00:01:11: Und in dieser Folge ist eine Frau zu Gastin niemals müder zu werden scheint sich für feministische Themen einzusetzen die dafür brennen und die bereit ist dafür auch mal was anzuzünden.
00:01:21: Eine Diskussion, eine Ungerechtigkeit ein Vorurteil und davon handelt auch ihr aktuelles Buch Funken Schwestern wie Feminismus alles besser macht.
00:01:31: Ich sage herzlich willkommen Barbara Plaher.
00:01:33: Danke für die Einladung.
00:01:34: liebe Ursul
00:01:35: Man kennt dich als Streitbare, als Laute und ich finde als lustige Feministin immer wieder auch als Quotenfrau die sozusagen zu Talks und Diskussionsrunden als einzige Frau eingeladen wird als Gründerin des Thinktanks Momentum Institut samt Online-Magazin und vor allem, also eine Frau die immer extrem gut vorbereitet und mit fundierten Zahlen ausgestattet ist.
00:01:59: Ich jedenfalls genieße es immer sehr dir zuzuhören wenn du Stellung seinem Thema beziehst weil ich weiß du glaubst sachlich du lässt dich nicht aus der Ruhe bringen.
00:02:07: und ja ob das wirklich so ist da können wir vielleicht nachher noch kurz darüber
00:02:10: reden.
00:02:10: Ja das machen
00:02:12: wir!
00:02:14: Genau.
00:02:14: Ich würde zuerst einmal gerne zu deinem Buch kommen, mit den Schwestern – ich finde übrigens ein großartigen Titel!
00:02:20: Dankeschön!
00:02:21: Und ich weiß etwas lang darüber….
00:02:22: Ja sehr lange, sehr lange...
00:02:25: Ein Buch darüber, wie Feminismus alles besser macht.
00:02:27: Ebenso auch der Untertitel und ich finde das Buch liest dich einerseits ein bisschen wie eine Bestandsaufnahme also eine Art Rundumschau – Wie geht's uns?
00:02:37: Andererseits find' ich kann man schon als Grundlagenwerk verstehen.
00:02:40: Also nicht für alle die finden Feminismus ist irgendwie peinlich aber ürflüssig.
00:02:44: denen könnte man das finde ich geben und sagen liest doch mal rein Für wen hast du das Buch geschrieben?
00:02:50: Tatsächlich habe ich das Buch für alle geschrieben.
00:02:52: Das ist mir ein ganz großes Anliegen, dass sich nicht eine spezifische Leserin oder so im Kopf hatte, sondern meine Idee war, ich möchte ein Buch schaffen, das für unterschiedliche Gruppen von Menschen funktioniert.
00:03:02: Wie du völlig richtig sagst zum Teil ist es eine Bestandsaufnahme.
00:03:05: wir schauen ein bisschen nach.
00:03:06: wie geht's den Frauen derzeit gerade ganz konkret?
00:03:08: Das ist natürlich etwas, dass eine Freude sich sehr mit feministischen Themen auseinander setzt jetzt nicht überraschen wird.
00:03:14: da hat sie wahrscheinlich selber einen guten Überblick.
00:03:17: Darum habe ich mich bemüht, Zahlen, Datenfakten und Studien hineinzumischen.
00:03:21: Die man nicht auf den ersten Blick dabei hat.
00:03:23: Insbesondere wenn es um Rollenbilder geht oder auch die Frage geht wie wir Frauen weniger Kompetenz zutrauen?
00:03:30: Das ist das eine.
00:03:31: Das zweite was mir ein ganz großes Anliegen war Leute zu erwischen die sich mit Feminismus noch nicht so gut auskennen und das vielfach doch haben.
00:03:37: das Thema ist eigentlich erledigt.
00:03:38: darum beschäftigen wir uns damit noch also einen Werk zu schaffen dass beim Einstieg hilft.
00:03:43: Das war für mich deshalb so wichtig, weil ich eben finde viele Diskussionen nicht nur im Bereich Feminismus sondern auch im Bereich Wirtschaft oder Politik werden oft zugeführt dass Menschen die noch nicht wirklich drin sind gar nicht dran teilhaben können.
00:03:55: Sie sind kompliziert.
00:03:56: das wird mit Fachwörtern um sich geworfen es ist wenig zugänglich.
00:04:00: Das ist aber nicht meine Vorstellung von einer feministischen Debatte.
00:04:02: Ich finde alle sollen mitreden können und darum brauchen auch alle die Möglichkeit in den Zugang zu finden, unabhängig von irgendwelchen Fachwörtern.
00:04:10: Also habe ich mich bemüht es sehr niedrigschwellig zu schreiben, sehr verständlich.
00:04:14: Ja das ist es also auf jeden Fall!
00:04:16: Ich ordne mich da irgendwo in der Mitte ein.
00:04:18: Man ist ja nie ausgelernt.
00:04:20: Genau man hat ja nicht gender studiesfertig studiert und dann lernt man nie wieder was dazu?
00:04:24: Genau und man erlebte auch immer wieder Dinge, dann überraschend.
00:04:27: Ich meine jetzt aktuell permanent wieder irgendwelche Dinge wo man sich denkt Wow, ich dachte wir haben schon irgendwie alles einmal gesehen.
00:04:33: Haben wir
00:04:34: nicht?
00:04:37: Ich habe auch das Gefühl dass es vielen Menschen und Frauen auch der einen oder anderen Frau Ministerin im Laufe der Zeit schwer fällt sich als Feminist ihn zu bezeichnen.
00:04:49: Siehst du das auch so?
00:04:50: Erlebst du das?
00:04:51: wie steht es deiner Ansicht nach um den Feminismus?
00:04:57: Feminismus oder Feministin sein kein unumstrittener Begriff ist, das ist tatsächlich sehr naheliegend.
00:05:02: Warum?
00:05:02: Weil viel dafür getan wurde um diese soziale Bewegung die Frauenbewegung zu diskreditieren.
00:05:07: Das sehen wir seit ja wahrscheinlich seit den Gründungstagen.
00:05:10: da war ich noch nicht dabei aber ich verfolgs jetzt doch schon ein paar Jahrzehnte.
00:05:13: und was ist der Mechanismus dahinter?
00:05:15: Da geht es im Wesentlichen darum dass man dafür sorgt dass jene die Gleichberechtigung einfordern in eine Ecke schoben werden, wo man nach Möglichkeit nicht hin möchte.
00:05:23: Niemand möchte gerne eine unsympathische Frau sein, niemand will eine lästige Frau sein.
00:05:28: Nemand möchte einer sein die das Zusammenleben stört oder die Harmonie ein bisschen stört.
00:05:33: Dass man also versucht Frauen sich für Gleichberechtigung einsetzen genau in dieses Eck zu schieben ist eine diskursive Strategie, die dazu führt die Bewegung nach Möglichkeit zu schwächen.
00:05:43: Also dass man dafür sagt, dass sich andere Frauen eben nicht in dieses Boot setzen wollen Das ist keine neue Strategie, die gibt es schon ganz lange.
00:05:49: Und ich nehme schon wahr – weiss nicht wie es dir da geht Ursula?
00:05:52: Ich nehme schon vor, dass es gerade nicht zuletzt auch aufgrund von Social Media tatsächlich unter den jüngeren Frauen bei einer großen Gegenbewegung gibt.
00:06:00: Warum?
00:06:01: Weil sofern mal direkt zugänglich wird!
00:06:03: Es wird uns eben nicht von eigentlichen Medien erzählt was die Feministinnen gesagt haben sondern wir können direkt auf dem Insta-Channel der Feministen selber schauen.
00:06:09: Was redet sie denn so?
00:06:10: Wie isst die drauf und wie wirkt die?
00:06:12: Und dann greifen halt gewisses Diarytypen auch nicht mehr so, weil die sind stell dir vor.
00:06:17: Sogar ganz lustig und sie sind menschlich und sympathisch und haben gar keine Haare auf den Szenen und sie fressen Männern nicht zum Frühstück also...
00:06:24: Ja das beobachte ich auch vor allem eben diese Möglichkeit sich auch zu verbinden mit Feministinnen, die nicht nebendran wohnen oder mit der Arbeit ist sondern weltweit
00:06:33: international ja man quasi
00:06:35: andere Funkschwestern findet online.
00:06:39: Das ist irgendwie ganz schön.
00:06:41: Ja, oft hört man ja auch so auf die Art, wir haben ja eh schon zu viel erreicht.
00:06:45: jetzt ist es mal gut.
00:06:45: also das ist wirklich etwas was ich auch selber höre.
00:06:51: Ja das will ich auch gar nicht in April stellen.
00:06:53: natürlich haben wir einiges erreicht wenn man jetzt mal davon ausgeht wie wir gestartet sind ich sage mal vor ein paar hundert Jahren Ich habe aber auch das Gefühl, und ich meine es ist ja nicht nur mein Gefühl.
00:07:02: Es steht einfach einiges wieder auf der Kippe.
00:07:07: Wie geht es den Frauen hier und heute?
00:07:10: Was ist deine Bestandsaufnahme dir oder auch im Buch machst?
00:07:13: Tatsächlich ist es so, dass wir am Papier Unfassbefehl erreicht haben.
00:07:16: Am Papier sind wir gleichberechtigt.
00:07:17: Juristisch ist alles in Ordnung.
00:07:19: Da gibt's natürlich immer noch Lücken wie ich finde aber da ist tatsächlich einiges gelungen.
00:07:23: Aber in der Realität halt nicht und das ist der wesentliche Unterschied.
00:07:26: Mir hilft das Gesetzbuch wenig wenn mein Leben sich nicht danach richtet sondern ganz anders gestaltet ist.
00:07:33: was meine ich konkret?
00:07:34: Wir lernen alle von Geburt dann immer noch Heute geborenen Kinder lernen es immer noch, dass Männer und Frauen in irgendeiner Weise unterschiedlich sind.
00:07:42: Und wie lernen wir das?
00:07:43: Indem wir von Geburt an anders behandelt werden, je nachdem ob wir ein Mädchen oder ein Bub sind!
00:07:48: Es hat sich in ganz vielen Baby-X-Experimenten gezeigt.
00:07:51: Das ist keine neue Erkenntnis, wenn Menschen glauben vor ihnen liegt ein Mädchen und bieten sie eher an die Puppe das Stofftier, das süße Niedliche.
00:07:59: Wenn Sie das Kind beschreiben müssen, dann beschreiben Sie es als ängstlich oder niedlich.
00:08:02: Wenn's ein Mädchens, wenn's ein angeblicher Junge ist, dann ist er ein kräftiger Pop!
00:08:07: Und sein Weinen wird aus Wütteln beschrieben.
00:08:09: Es ist aber immer dasselbe Kind, das vor Ihnen liegt.
00:08:11: Sie wissen's noch nicht?
00:08:12: Ich hab sogar mal gelesen, dass es bei den Geburtsanzeigen losgeht.
00:08:16: Das haben sie untersucht, ich glaube in England.
00:08:18: Ich bin mir aber nicht ganz sicher ... dass wir ein Mädchen, also wir wollen mit Freude teilen wie die Geburt unserer Tochter und mit Stolz teilen wir die Geburte unserer
00:08:28: Sohne?
00:08:28: Ja das ist natürlich ein guter Hinweis!
00:08:30: Ich finde fast noch belastbarer ist das Datenmaterial des Fürsten USA.
00:08:34: haben Paare, die eine Tochter bekommen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie ein weiteres Kind bekommen.
00:08:39: Nein!
00:08:41: Die Studie heißt Deman Fossans Also der Wunsch einen Sohn zu kriegen.
00:08:45: Es ist lustig, weil ich weiß nicht, du hast
00:08:47: Zöne.
00:08:47: Ich hab drei Söhne ja?
00:08:48: Ich habe zwei Söhnen und ich weiß noch nicht ob du das auch erlebt hast aber es war dann schon immer so na, wollt ihr das nicht nochmal probieren nach einem Mädchen?
00:08:55: also ich hab das eher umgekehrt erlebt.
00:08:57: Ich würde nicht ausschließen, dass manche Menschen finden die optimale Familie ist ein Mädchen unter dem Buch und fertig.
00:09:02: Also da gibt es schon noch ein starkes Bild in diese Richtung.
00:09:04: aber das Spannendehs hättest du also wie gesagt es ist immer eine statistische Größenordnung der Einzelfall kann immer davon abweichen.
00:09:10: Das fand ich schon sehr spannend dass Paare die zu ersten Mädchen bekommen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben Dass dann noch ein zweites Kind gemacht wird.
00:09:17: interessant übrigens auch im Scheidungsfall.
00:09:19: Da sehen wir auch ganz interessante Daten, die uns zeigen, dass wenn sich ein paar Scheiden lässt und es gibt Kinder.
00:09:25: Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kontakt bestehen bleibt höher, wenn das Kind ein Sohn ist mit dem Vater.
00:09:29: Wirklich?
00:09:30: Das ist spannend!
00:09:31: Also die Abwesenheit des Vaters ist bei den Töchtern stärker spürbar.
00:09:35: Ah, das ist spannend okay...
00:09:37: Also laut so schlaglich diese kleine Blitzlichtpunkte, die sie uns sehr gut zeigen, daß die juristische Gleichstellung noch nicht dafür gesagt hat, dass wir in der Realität auf Männer und Frauen gleich schauen Und das setzt sich natürlich fort.
00:09:51: Ich sehe es in der Schule, die Buben kriegen die komplexeren Fragen, sie kriegen mehr Aufmerksamkeit ganz unabhängig von ihrem Leistungsniveau.
00:09:56: Wir sehen dann später auch... Das schlägt sich natürlich nieder dass die Eltern das auch glauben.
00:10:01: also wir sehen dass Eltern zweieinhalb mal häufiger googeln ob ihr so hoch begabt ist als ob ihre Tochter hochbegabt.
00:10:07: Und wir sehen auch, das sind übrigens Daten aus Österreich.
00:10:10: Das Eltern der Meinungs- und Naturwissenschaften und Technik sind eher nichts für ihre Töchter.
00:10:15: Also genau das sind alles Dinge die ich auch im Buch ein bisschen erzähle.
00:10:17: also wir sehen sehr stark wie das eigene Rollenbild dass wir so beigebracht bekommen haben schon wieder weiterrecht in den nächsten Generationen weil wir reichen es einfach weiter aufgrund dessen wie wir die Kinder behandeln.
00:10:29: Die verhalten sich entsprechend der Rollenerwartung, die schauen sich um in der Welt und sehen okay wie funktioniert die?
00:10:34: Und kriegen ja mit welche Erwartungen an sie gestellt werden.
00:10:37: Und verhalten Sie sich entsprechend diese Erwartung.
00:10:39: Dann sind wir so erstaunt mit vierzehn fünfzehn, die Buben, die werden Kfz-Techniker, Elektrotechniker, Metalltechniker... ...und die Mädchen werden Friseurin, Einzelhandelskaufrau oder Berufkaufrauer.
00:10:50: Da stehen wir dann so radlos davor und denken uns das muss ja wohl biologisch sein!
00:10:54: Wenn
00:10:58: ich ihnen sogar schon, es kriegen ja Buben sogar schon mehr Taschengeld.
00:11:01: Also dieser P-Gab, der beginnt ja auch schon... Die Lohnlücke
00:11:04: beginnt quasi im Volksschulalter.
00:11:07: Buben kriegen zwanzig bis dreißig Prozent mehr Taschengeld.
00:11:09: Das
00:11:09: ist so vieles, wusste ich gar
00:11:11: nicht!
00:11:11: Und das ist konsistent?
00:11:13: Wir sehen das nicht nur in Österreich, wir sehen das in allen Untersuchenden Ländern.
00:11:16: Großbritannien, Deutschland und Frankreich gibt's viele Studien zum Taschengeldgab.
00:11:20: Bis jetzt untersuchte Industrienationen ist er gefunden worden.
00:11:23: Wir geben dem Buben mehr Taschengeld, wir geben ihnen übrigens auch mehr Freiheiten.
00:11:26: der Radios, indem sich ein Junge unbeaufsichtigt von zu Hause weg bewegen darf, ist größer als der Radius eines
00:11:33: Mädchens.".
00:11:34: Ja es ist unglaublich!
00:11:35: Also es
00:11:35: gibt ganz viele Unterschiede und einen ganz wesentlichen, der wirkt nämlich bei den Erwachsenen wie bei den Kindern.
00:11:42: einen ganz Wesentlichen Unterschied ist auch was sehen sie in der Welt?
00:11:45: Sie sehen dass die Mama sich Zuhause um alles kümmert und der Papa arbeiten geht.
00:11:49: Also die Frage, wofür sind Männer und Frauen zuständig?
00:11:52: Egal was ich ihnen von Gleichberechtigung erzähle.
00:11:54: Wenn sie mitkriegen es ist immer die Mama, die dem kleinen Bruder den Hintern abwischt dann ist das ja viel wirkmächtiger als das schönste Referat über gleichberechtigte Rollenbilder.
00:12:03: Du erzählst in deinem Buch auch einiges Privates im Einstieg und du erwähnest auch dass du quasi davor gewarnt wurdest, dass zu tun.
00:12:14: Warum hast du dich denn noch dafür entschieden?
00:12:16: Dein Privater sei ein bisschen... ein bisschen zu öffnen.
00:12:19: Und warum ist es generell eigentlich wichtig, dass wir Frauen privates auch teilen?
00:12:25: Ja das erzähle ich im Buch eher ein bisschen.
00:12:27: Es gibt diesen schönen Satz, das private ist politisch und da könnte Ware nicht sein.
00:12:30: Wir glauben ganz oft – es ist ja auch in vielen Gesprächen mit uns begegnet – die Kämpfe, die wir führen die Enttäuschungen, die wir erleben.
00:12:38: Die Ungleichbehandlung, dass das ein persönliches Problem ist.
00:12:43: Dass wir da was falsch gemacht hätten und besser bis es so passiert.
00:12:46: Wir haben uns keinen Partner ausgesucht, der gleichberechtigt leben will mit uns.
00:12:51: Das Falsche angezogen sind deshalb sexuell belästigt worden.
00:12:53: Wir waren zu spät nachts noch auf der Straße, dann ist das und das passiert.
00:12:57: Aber das sehen wir in allen Debatten um diese Fragen immer, dass sofort erstens seine Täter Ofa-Umka passiert?
00:13:02: Und zweitens in dieser Rolle von Was hab ich ... falsch gemacht, steckt ja dann auch immer das Gefühl von Schuld und Scham.
00:13:09: Und das macht uns unglaublich unmächtig!
00:13:11: Wenn wir uns schämen, dann gehen wir eben nicht in die Veränderung nach home, da hat gar keine Kraft draus.
00:13:15: Wir ziehen uns zurück, wir isolieren uns – wir machen uns klein.
00:13:19: Deshalb glaube ich dass es ein ganz, ganz wesentlicher Auftrag ist von Frauen, die die Möglichkeit haben.
00:13:24: Das sind eh viel zu wenige eine gewisse Öffentlichkeit zu haben.
00:13:28: Da empfinde ich es tatsächlich als Verpflichtung aus diesem Satz, dass private ist politisch heraus klar zu machen.
00:13:34: Dass es eben kein Privatproblem ist wenn Zuhause die Hausarbeit nicht gleich verteilt ist sondern das ist ein Kampf den jede Frau und das sag' ich in allem selbst wusste denn denen jede Frau in Österreich hat.
00:13:43: Jede, jede, jede!
00:13:44: Manche haben es sichtbarer als andere, manche haben's präsenter als andere.
00:13:48: Aber in irgendeiner Weise gibt diese Diskussionen, diese Kämpfe, diese Auseinandersetzung und diese Ungleichbehandlung in jedem Haushalt um nur ein Beispiel zu nennen.
00:13:56: Und erst aus dem Erzählen heraus, aus dem Sichtbarmachen von Es geht uns allen so, komme ich ja überhaupt auf die Ebene wo ich darüber reden kann dass das ein strukturelles Problem ist.
00:14:04: Sonst bleibt immer dein Privatproblem für das niemand zuständig ist außer du selber.
00:14:09: Ja ganz abgesehen davon, dass es ja auch was mit einem Machtwimmern erkennt Ich glaube, jede Frau hat schon mal erlebt ... Ein Problem, dass man hart sich traut das anzusprechen und plötzlich sagt ... Das ist mir auch passiert.
00:14:23: Mir geht es genauso.
00:14:24: Also, dieses Gefühl ist ja sehr ermächtig entfinde ich.
00:14:28: Dass man nicht mehr das Gefühl hat, ich mache was falsch, sondern so.
00:14:32: Und plötzlich merkt man in einem Tisch für Frauen sitzen, dass es vier davon so geht.
00:14:36: Ich hab die Feminismusgeschichte schon als Bühnenprogramm am Start.
00:14:41: Eine Sache, die mich auch sehr bestärkt hat, das im Buch ähnlich zu machen wie auf der Bühne.
00:14:46: nach jedem ... Bühnenabend kommen im Anschluss Frauen auf mich zu, die sich dafür bedanken, dass ich erzähle.
00:14:51: Das ist bei mir auch nicht die ideale feministische Partie.
00:14:56: Sie sagen das immer mit dem ... Du stehst da auf der Bühne und mein Gefühl, du hast alle diese Zahlendatenfakten studiert.
00:15:01: Bei dir muss es perfekt sein!
00:15:02: Dann erzählst du sie überhaupt nicht perfekt.
00:15:04: Und das hat doch was sehr entlasten.
00:15:06: Ja, auf jeden Fall.
00:15:07: Apropos Privatleben?
00:15:10: Wie wichtig waren deine eigene Herkunft für deine feministische Position oder deine Entwicklung als Feministin gewesen?
00:15:18: Weiß ich gar nicht.
00:15:18: Ich komme aus einem feministischen Haushalt, meine Mutter war Hausfrau, mein Vater war ein abwesend bis autoritärer Mann.
00:15:29: Das heißt das ist schon sehr klassisch strukturiert gewesen bei uns zu Hause.
00:15:33: Ich habe deshalb sehr früh auch schon mitbekommen.
00:15:35: okay es sind ja die Frauen die sich um alles kümmern, die den Laden am Laufen halten an alle Details denken und die ganze emotionale Arbeit tragen in einer Familie.
00:15:45: Es hat ein bisschen gedauert, mein Weg in Richtung Feminismus.
00:15:49: Warum?
00:15:49: Weil ich auch gebraucht habe um nachzuvollziehen dass die Dinge über die andere gesprochen haben und gleich Behandlung auf der Welt, gender pay gap all diese Dinge das sie irgendwas mit mir zu tun haben dass das auch mich betrifft.
00:16:01: Ich würde sagen, ein Teenager-Alter hat es dann begonnen, dass ich das wahrgenommen habe.
00:16:05: Ein bisschen radikalisiert hat mich da noch meine Studienzeit.
00:16:08: Wenn man auf der Germanistik studiert sitzt man da fast ausschließlich mit Frauen im Hörsaal – mit sehr wenigen Männern.
00:16:14: die meisten vortragenden sind aber Männer oder zumindest vor zwanzig Jahren noch so.
00:16:19: Und als ÖH-Vorsitzende war ich nicht nur in einer Ministerienarbeitsgruppe unter lauter Männern, wo dann so Sätze fallen wie, oh, Frau Blacher Sie sind da sehr gut.
00:16:26: Sie werden die Arbeitsgruppe ja auch optisch so auf.
00:16:29: Also das waren dann schon so Dinge, wo ich dachte okay warte mal.
00:16:32: und ein ganz wichtiger Schritt in dem Kontext war dann später auch im beruflichen Umfeld zu sehen Verlagsbranche.
00:16:39: Da arbeiten auch achtzig Prozent Frauen.
00:16:41: alle Verlage werden von Männern geleitet.
00:16:42: Es
00:16:42: ist bei den Magazinen häufig.
00:16:44: bei uns es ist nicht so aber es ist ganz häufig oder vielleicht war es auch mittlerweile anders, das weiß ich jetzt gar nicht so genau.
00:16:50: Aber ich habe das auch oft erlebt, dass es bis zu einem gewissen Management Level einfach nur Frauen sind und dann oben sitzt aber immer noch ein Mann.
00:16:57: Also bei uns ist es nicht so, aber ja das gibt es ganz oft und nicht nur in der Verlagsbranche.
00:17:02: Das gibt's ja in ganz vielen Branchen so.
00:17:04: Genau also das hat natürlich auch einen Stück Wetter zubeigetragen.
00:17:07: und dann der letzte Puzzlestein war sicher auch die Geburt meiner eigenen Kinder und das Erwahr nehmen, wie sie an das zurückkarte Voltiert In der Rollenverteilung und in der Aufgabenteilung.
00:17:19: Ja, also das zu lesen und es zu erleben sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe fand ich persönlich.
00:17:25: Und ja, wie gesagt auch zur Söhne und mein Ältere ist bald sechzehn, der ist vor kurzem aus der Schule gekommen oder gesagt er war total gefrustert weil sie sehr viel diskutieren über das Thema Gleichberechtigung in der Schule großartig und er sehr viele weibliche Leer-Personen hat.
00:17:42: Und er sagt aber, er war schon ein bisschen gefrustert.
00:17:45: Er sagte, wieso bin ich jetzt schuld an dem All?
00:17:48: Also er hatte irgendwie mitgehadert.
00:17:52: Was sage ich ihm?
00:17:54: Na Schulteran ist er natürlich nicht, also das kann man immer auf jeden Fall nehmen.
00:17:57: Er hat es ja nicht erfunden und er hat's auch nicht durchgesetzt aber er ist in eine Welt hineingeboren die eben ihn automatisch belegiert.
00:18:05: Ich finde was ich mit meinen Zündern auch viel besprechen is' ich hab's auch im Buch drin Ist die patriarchale Dividende die sie kassieren Und das tun Sie die ganze Zeit.
00:18:13: Das tut jeder Mann Auch wenn einer von den Guten ist oder sein möchte.
00:18:16: Was meine ich mit deiner patriarchalen Dividenden?
00:18:18: sind ganz ganz viele Unsichtbare Privilegien, so Dinge wie man ist in einer Meeting.
00:18:24: Man wird nicht unterbrochen weil man ein Mann ist.
00:18:29: Der Expertise wird eher geglaubt.
00:18:31: Es wird nicht gefragt, ist das wirklich so?
00:18:32: Dann warte ich schon mal nach.
00:18:33: Weil man ein Mann is'.
00:18:35: Man kann abends alleine auf der Straße unterwegs sein muss nicht über seine Schulter schauen.
00:18:39: Wenn man sich später auf Jobs bewirbt, wird mein höheres Einstiegsgehalt angeboten bekommen weil man ein Mannis.
00:18:44: Man wird eher befördert, weil man einen Mannes und so weiter usw.
00:18:47: Das hat er alles nicht gebrastelt, es hat er sich nicht ausgesucht, dein Sohn aber er kassiert diese Dividende trotzdem.
00:18:52: Ich habe ihm auch gesagt dass mindestens was sozusagen deine Pflichte ist es die Anzuhören.
00:18:59: Mhm.
00:19:00: Das stimmt, das ist Stufe eins?
00:19:03: Genau!
00:19:05: Aber ich kann nachvollziehen, dass das gerade in einem Alter, wo man das Gefühl hat, ich bin ja noch gar nicht in einer machtvollen Position in dieser Welt.
00:19:11: Ich bin immer noch im Abhängigkeitsverhältnis.
00:19:13: Ich habe eine Schule, wo ich am kürzeren Ast jetzt hin zu Hause sitze und ich bin immer in der Abhängighatsposition.
00:19:19: Dass sich es da nicht anfühlt als ich bin der große Oppressor, das glaube
00:19:23: ich schon.
00:19:24: Wie siehst du das?
00:19:25: Wie können... wie kann man sozusagen feministisch sein und trotzdem Männer lieben.
00:19:33: Der Frage habe ich ein Kapitel im Buch tatsächlich gewidmet, dazu muss man vielleicht einleiten sagen dass sich tatsächlich glaube eine feministische Welt ist keine Welt ohne Männer.
00:19:42: das meine ich ganz ernst.
00:19:43: Eine feministische welt ist eine welt in der Männer wie Frauen hundert prozent mensch sein dürfen.
00:19:49: und das patria hat beschädigt ja nicht nur uns frauen indem es sonst den rollen presst die Oft gar nicht uns in eigenen Leidenschaften und Talenten entsprechen.
00:19:58: Es presst ja auch Männer in Rollenerwartungen, die extrem beschädigend sind.
00:20:03: Ich meine damit so Dinge wie er muss immer der Ernährer
00:20:05: sein.".
00:20:06: Ah, das ist ein unfassbarer Druck.
00:20:08: Deshalb sehen wir ja auch wenn einen Mann oder eine Frau ihren Job verlieren.
00:20:12: der Jobverlust ist für den Mann viel ärger.
00:20:13: also finanziell ist er bei der Gleichschlimm aber psychisch ist es für den mann viel Ärger weil so eng mit seiner Rolle verknüpft ist dass er eben der Ernährer ist und wenn das weg ist dann zieht's ihm auf den Teppich unter dem Füßenweg.
00:20:24: Das wäre jetzt nur ein Beispiel.
00:20:25: ein anderes Wahrscheinlich noch wirkmächtiges Ding ist, wir bringen den Bubenabtag eins bei.
00:20:30: Dein Mann sein heißt du bist kein Mädchen!
00:20:33: Du darfst nicht laufen wie ein Mädchen, du darfst dich nicht anziehen wie eine Mädchen und du darf die Haare nicht haben wie ein Mädchen.
00:20:36: Du darf es nicht weinen wie ein mädchen, das soll es nicht emotional sein wie die Mädchen.
00:20:40: Alter du darf nicht zu viel über Gefühle reden wie die Mädchens.
00:20:43: Das bringen wir ihnen bei.
00:20:44: also es ist quasi die Negativolie vor der sie ihr Mann sein lernen is in Abgrenzung zu.
00:20:49: was ist Frau sein?
00:20:50: Und es geht ja nicht unbedingt gut damit.
00:20:52: Man hat nicht Suizidrate.
00:20:54: Sie bekommen zum Beispiel auch weniger aus psychopharmaka verschrieben, obwohl sie es bräuchten.
00:20:57: Sondern eher in den Schmerzmittel.
00:21:00: Ein Indianer kennt keinen Schmerzen und schon gar nichts redet über seine Gefühle.
00:21:03: Das meine ich mit, dass Patria hat beschädigt Männer wie Frauen.
00:21:06: Weil das meine ich ganz ernst, das verstümmelt sie.
00:21:09: Stell dir mal vor du musst dein halbes Mensch sein in irgendeine Schublade stoppen und darfst sie nie heran.
00:21:13: Bist das unten halten um jeden Preis?
00:21:16: Das stelle ich mir sehr anstrengend vor.
00:21:19: Und das hat natürlich einen hohen Preis, du hast die Suizidraten und die psychische Belastung von Männern schon angesprochen.
00:21:25: Ich würde ergänzen wollen wenn die einzige Möglichkeit Gefühl zu zeigen ist Aggressoren zu zeigen.
00:21:31: Und dass es Männern erlaubt sie dürfen aggressiv sein.
00:21:33: Das ist wirklich das Einzige oder fast das Einzeige was sie sein dürfen.
00:21:36: Dann sehen wir natürlich auch, dass ich mit Konflikten kaum umgehen kann.
00:21:40: Weil ich kann es dann eben nicht besprechen und muss sich hinhauen oder gehe in selbstbeschädigendes Verhalten.
00:21:46: Macht da nämlich eine dumme Autorennen?
00:21:47: Oder hau mich von Hochhäusern runter ... Gibt genug Beispiel!
00:21:51: Oder nehmen Drogen oder so.
00:21:53: Und all das führt ja dazu, dass wir sehen, dass sie in allen Verbrechenstatistiken Männer haushocher anführen.
00:22:02: Also da ist ganz, ganz viel Leid auch mit drin und ich würde mir wünschen dass Männer wie Frauen eben hundert Prozent Mensch sein dürfen.
00:22:08: Ja das wäre schön was nicht heißen soll dass wir jetzt auch noch die Männer mit reparieren müssen
00:22:17: weil
00:22:17: das ist ja schon noch was man oft zu hört.
00:22:19: so naja du musst schon verstehen die sind schon noch arm und wir müssen ihnen jetzt beibringen wie man feministisch oder wie man gleichberechtigt agiert?
00:22:27: Das stimmt natürlich und ich finde tatsächlich, das merkt man auch jetzt gerade wieder recht stark.
00:22:31: Sobald es um Feminismus geht sind alle Frauen die darüber sprechen sehr stark damit beschäftigt einmal zu allererst zirkli an dass sie keine Männer haben.
00:22:38: Was wäre das das Allergste wenn wir Männer hast?
00:22:41: Wenn ich aber auf die Daten schaue... Jede dritte Frau hat schon mal sexuelle und körperliche Gewalt erlebt.
00:22:47: Wir sehen die Frauenmoderate in Österreich, du kannst keinen Tag die Zeitung aufmachen wo nicht wieder ein neuer Belästigungsfall draußen ist.
00:22:54: ich sage nur Christian Ulmen absteigen Akten als ich mein wenn du so auf die Welt schaust alle zehn Minuten wird eine Frau von einem Mann getötet den sie kannte auf der welt.
00:23:02: also das sind ja alles Daten.
00:23:03: das ist doch sehr verwunderlich dass wir nicht herum rennen und ganz laut Männer hassen.
00:23:09: Also wenn man nur so auf die Faktenlage schaut und ich finde, das ist außerdem eine Strategie, die vor allem davon ablenkt dass eigentlich die Männer mithassen müssten.
00:23:19: Weißt du wie ich meine?
00:23:20: Die sehen ja auch was in dieser Welt los ist und was das mit den Frauen alles aufführt.
00:23:24: Das heißt im Wesentlichen wäre doch die eigentliche Frage heute warum es jetzt ihr nicht viel wütender.
00:23:32: Warum reicht's euch zu sagen North Allman?
00:23:34: Es kann euch genug sein hey!
00:23:36: Ja, es sind immer noch genug.
00:23:39: Ich fand's total schön zu sehen diese Demonstration, die vor kurzem mit ihm war.
00:23:43: Das hat mich richtig gerührt ehrlich gesagt weil das total neu war.
00:23:48: zu sehen dass Männer da stehen und sagen Gewalt gegen Frauen die von Männern ausgeht ist einfach nicht in Ordnung und dabei ist mir erst aufgefallen dass ich das noch nie so deutlich gehört habe.
00:23:57: von so vielen Männern also schon von einzelnen.
00:24:00: logischerweise auch im Umfeld sind ja viele gute Männer.
00:24:05: Aber das war schon sehr berührend, finde ich.
00:24:07: Und es ist natürlich die Großzahl der Männer, die vollkommen in Ordnung sind – das müssen wir schon noch mal sagen!
00:24:13: Ja, so wie du sagst sie profitieren natürlich von einem System das ungerecht ist.
00:24:18: Und ich würde schon ergänzen wollen weil wir immer davon reden wie gut viele Männer auch sind Es ist nicht schwarz oder weiß es ist nicht hier der Frauenmörder und dort ein gute Feminist und dazwischen findet nichts statt.
00:24:28: Es ist schon ein Kontinuum und über das muss man schon unterhalten wo die Spitze des Eisbergs ist ja der wirklich harte körperliche Gewalt bis zur Mordung gegen Frauen in Ordnung findet.
00:24:38: aber dann kommt Der belästige, der sexuelle Belästiger.
00:24:41: Dann kommt natürlich der lustige Witze macht über Frau und so weiter und zwar.
00:24:44: Das ist ja ein ganzes Spektrum von Gewalt gegen Frauen.
00:24:47: Stimmt!
00:24:48: Der Frauenmord an sich ist nur die Spitze des Eisbergs und mein Punkt ist... Und das frage ich immer alle Männer auch in meinen Vorstellungen An welchem Punkt stehst du?
00:24:55: Ja okay, du vergewaltigst kein Freund.
00:24:57: Cool cool cool kriegst keine Goldmedaille dafür.
00:24:59: Weil?
00:25:00: meine Frage ist wenn jemand einen sexistischen Witz macht setzt du dich in dieses unbequeme Feld wo du ihm sagst hey das ist nicht ok lasst es
00:25:07: Weil da beginnt's.
00:25:07: Wenn du sexuelle Belästigung bemerkst, in einer Straßenbahn-Situation auf der Strasse sonst wo machst du was dagegen stehst du auch und sagst dem was soll das?
00:25:15: oder schaust halt weg?
00:25:17: Und ich würde meinen die allermeisten auch die Guten Die gehen nicht in einen Konflikt.
00:25:22: Sie lächeln den Witz weg, die gehen nicht an die Auseinandersetzungen wenn der Chef sehr lustig ist über die Kollegen sagt, weil könnte auch ihnen schaden also die eigene Bequemlichkeit zu verlassen.
00:25:32: das ist eigentlich das Standard an dem ich gute Männer messen wollen würde.
00:25:35: und da sage ich dir auch aus vielen Gesprächen im einem Umfeld sagen die meisten schon ja okay dann bin ich noch nicht gut genug das stimmt.
00:25:44: immer wenn ich dich im Fernsehen sehe was erfreulicherweise relativ oft ist Das kommt wirklich fast wie das Armen im Gebiet von einem Mann, die Welt erklärt.
00:25:53: Also das ist schon so!
00:25:55: Was macht dieses... also meins Planning ist glaube ich ein Begriff, den man kennt aber was ich in deinem Buch gelernt habe ist das Wort Mentorrupting.
00:26:03: Was macht es mit uns allen und wie gehst du damit um?
00:26:07: Ja, das sind Techniken die finde ich insbesondere interessant weil sie etwas verfestigen.
00:26:11: Also uns jeden Tag aufs Neue dran erinnern an einen Glaubensratz den wir eben mit diesen frühen Rollenbildern beigebracht bekommen Wir halten Frauen für weniger kompetent.
00:26:19: Das ist tatsächlich Männer wie Frauen Halten Frauen für wenig Kompetenz Halten ihre Expertise für weniger relevant.
00:26:25: Und es sind Technik wie diese Men's Planing oder Mentorrupting Die dazu führen dass wir auch im Erwachsenen leben Dass immer wieder schön vor Augen geführt bekommen haben.
00:26:32: Weibliche Expertise kann nicht so wichtig sein Weil Sie wird unterbrochen.
00:26:36: Weibliche Expertise gibt's ja gar nicht.
00:26:38: eher erklärt wie die Welt.
00:26:40: Wenn du so möchtest sozialen Techniken, verfestigen diesen Glauben eben an weibliche Inkompetenz.
00:26:45: Und was anderes ist es ja nicht!
00:26:47: Was macht das mit Unwählen?
00:26:48: Wir beobachten das Problem ist ich habe im Buch auch ein bisschen drin Leute die unterbrochen werden gelten als weniger Durchsetzung.
00:26:56: stark also das macht etwas mit den Zuschauern.
00:26:58: wenn ich unterbrochene werde dann nimmt mir dass das heftes Handelns aus der hand.
00:27:01: da hat eine wirkung auf alle die uns dabei zuschauen.
00:27:04: wir sehen auch dass Frauen doppelt so häufig unterbrocken werden wie Männer.
00:27:07: Also das ist wirklich heftig.
00:27:09: Übrigens von Männern wie Frauen.
00:27:11: auch Frauen unterbrechen, wenn sie unterbrechten eher Frauen als andere Männer.
00:27:16: Und das macht natürlich was darin, also damit wie ich mich in Diskussionen auch verhalte.
00:27:20: Wie ich mich da wohlfühle?
00:27:21: Wie sicher ich mich dort auch fühle wenn mir ständig ins Wort gefallen wird.
00:27:25: Wenn mir stendlich erklärt wird dass ich eh nix weiß die junge Kollegin da erkläre ich ihnen mal so.
00:27:29: Das macht Unsicherheit in dir selber löst aber auch bei denen dir zu schon aus Dass sie nicht glauben dass du wirklich weißt wovon du gerade redest
00:27:38: Und was sind deine Gegenstrategien?
00:27:40: Hast du auch Techniken in der Hosentasche gegeben?
00:27:43: Hinter Hosentase kommt darauf an.
00:27:45: Eine Erfahrung, die ich gemacht habe wo ich in der Recherche für das Buch gelernt hab dass meine Erfahrung sich deckt mit Forschungsergebnissen.
00:27:51: je weniger Frauen in der Runde sind desto ärger ist es
00:27:54: Ja.
00:27:54: Da
00:27:55: gibt es schöne Forschung dazu, die uns sagt okay wenn nur eine Frau in einem reinen Männer-Tisch sitzt dann sind die Männer im Gruppenverhalten so damit beschäftigt zu zeigen dass sie eben als Gruppe da sind das sie sich richtig wirklich schlecht verhalten gegenüber der Frau.
00:28:08: Es wird besser Wenn der Frauenanteil steigt Also wenn man nicht mehr noch eine ausgrenzen muss.
00:28:13: also wenn's normaler wird dass mehr Frauen am Tisch sitzen Dann verhalten sich die Männer besser.
00:28:17: Sie unterbrechen weniger auf Ziemensplänen weniger etc.
00:28:20: Was sind meine Techniken?
00:28:22: Deshalb das eine was ich immer versuche in den Nachrichtenredaktionen dieses Landes durchzusetzen.
00:28:26: Diese Idee von, wir haben die Frauenfrage unter Anfangszeichen erledigt?
00:28:30: Wenn eine Frau in der Runde sitzt stimmt halt nicht.
00:28:32: Stimmt einfach nicht!
00:28:33: Die Hälfte der Welt sind Frauen.
00:28:34: Wenn die Runde nicht halbe halbe ist dann ist das nicht repräsentativ.
00:28:37: also es ärgert mich immer wahnsinnig wenn da die Kollegen sagen aber sie sind ja eh damit ist es erledickt.
00:28:43: was mich auch ein bisschen ärgerte ist dass diese die Frage der Repräsentationen so ausgelagert wird.
00:28:49: ich gebe mir ein Beispiel ganz vielen Diskussionsrunden muss sich selber Hingehen?
00:28:53: Nicht meine Kollegen, die genauso kompetenz sind im Momentum-Institut.
00:28:57: Weil dann würden wir einen Mann schicken und keine Frau.
00:29:00: Und die anderen Institute werden alle von Männern geleitet.
00:29:03: Da gibt es also gar nicht die Möglichkeit, dass eine Frau kommt!
00:29:05: Und niemand würde zu einem Institutsleiter sagen, na sie können nicht kommen, wir sind ein Mann.
00:29:09: Schicken Sie doch Ihre Stellvertreterin.
00:29:12: Wird Ihnen nicht einfallen... Aber weil wir eine weibliche Leiterin haben, können alle meine Männer im Hintergrund nie ins Fernsehen.
00:29:18: Weil es muss immer die Frau rein, weil alle anderen werden von Männern geleitet.
00:29:20: Okay
00:29:21: das heißt in Wahrheit leiden deine männlichen Mitarbeiter unter dir und dass unter deinem guten Frauen da sein?
00:29:27: Nein aber es ist tatsächlich eine Frage von... Ich finde es tatsächlich wichtig, ist eine Frage von wie sehr ... Ist das selbstverständlich?
00:29:35: Dass Männer Institutionen leiten und auch die Redaktionen nicht sagen hey ihr habt genug Frauen in eurem Situation.
00:29:40: Na im Wievor arbeiten über hundert Leute!
00:29:42: Da wird sie ja wohl eine kompetente Frau finden wenn der Direktor ein Mann ist und es sich vom Frauenanteil her nicht ausgeht dass wir da halbe halbe zusammenbringen.
00:29:48: Das muss ja wohl möglich sein.
00:29:50: Aber das wird nicht einmal angedacht, aber es kommt da Leiter und fertig ist die Geschichte.
00:29:53: Also das ist eine Sache, die mich manchmal ärgert.
00:29:56: Was mache ich ganz konkret in den Diskussionssendungen?
00:29:58: Es gibt natürlich unterschiedliche Techniken.
00:30:00: Das Eine was sehr wichtig ist, dass sie seine Frage der Übung, dass man sich vornimmt, sich nicht unterbrechen zu lassen indem er einfach weiterredet.
00:30:06: Das ist etwas, das kann ich üben.
00:30:08: Sie reden rein Ja, aber du redest weiter.
00:30:09: Du lasst so das Hälfte Handel nicht aus der Hand nehmen.
00:30:12: Wenn das nicht funktioniert, kann man's mit Humor probieren.
00:30:15: Von einer Deutschen habe Ich den schönen Satz gelernt auch schon übernommen, wenn sie unterbrochen wird sagt sie willkommen in meinem Satz.
00:30:21: Wollen Sie ihn zu Ende sprechen oder darf ich?
00:30:23: Das ist zum Beispiel auch eine schöne Technik mit ein bisschen Humor weil das ist vielleicht eine Sache die wir auch noch dazusagen sollten.
00:30:31: Frauen die auf ihrer Redezeit behaaren die sich nicht unterbrechen lassen die sagen hey jetzt lass mich mal aussprechen das wirkt unheimatisch
00:30:38: Ja, oder?
00:30:39: Also Männer, die sich nicht unterbrechen lassen wirkenmächtig und kompetent.
00:30:42: Aber Frauen, die um ihre Redezeit dringen, die wirken unsympathisch.
00:30:46: Gibt es tatsächlich auch?
00:30:47: Ich kriege dann immer Nachrichten von Leuten.
00:30:48: Ich habe eine sogar ins Buch genommen, dass das ja schon pathologisch sei, dass ich mich nicht unterbrechen ließe und dass das voll unsymbatisch sei und ich muss mich mal behandeln lassen.
00:30:57: Wie gehst du mit solchen Reaktionen um?
00:30:59: Das ist ja die Downside von Social Media wo man vorhin gesagt hat wie schön man kann sich verschwestern aber... Man kriegt natürlich auch wahnsinnig ungefiltertes Zeug reingespült.
00:31:09: Das
00:31:09: stimmt, hier jetzt im Moment zum Beispiel kriege ich ganz viele Nachrichten von Männern die mir alle erklären sie wollen auf keinen Fall mit mir schlafen.
00:31:15: Ah okay!
00:31:16: Ja?
00:31:16: Sondern schreibst du Buch über Feminismus dann kriegst du diese Nachrichten.
00:31:20: wo ich mal denke ich nehme alles beruht Auf gegenseitigkeit.
00:31:22: ich kenne diese Männer nicht aber sie müssen wir das dringend sagen dass man mit Feministinnen ganz sicher nicht schaffen möchte.
00:31:28: Aber da sind Dinge...die finde ich zum Teil sogar Ein bisschen lustig, sag ich da ehrlich.
00:31:32: Weil es so lächerlich ist... Was sich auf jeden Fall jedem raten kann der in der Öffentlichkeit ist, weil man muss ja nicht einmal groß in der öffentlichkeit.
00:31:38: Es reicht schon wenn du dich als Frau durchs Internet bewegst dass du solche Nachrichten kriegst Wenn's irgendwie geht die Kommentare nicht lesen.
00:31:45: Also ich mach das zum Beispiel bewusst nicht.
00:31:47: Ich lese seit Jahren keine Social Media-Kommentare unter Beiträgen von mir.
00:31:50: mehr Hinweis an alle die das hören.
00:31:52: ihr könnt da drunter schreiben was ihr wollt.
00:31:54: sie nervt nur das Community Management vom Moment Magazin Nicht mich die motiviert das manche.
00:32:01: Ja, das ist natürlich auch ein gewisses dickes Feld dass man sich hat wachsen lassen vielleicht über die Zeit.
00:32:06: also ich glaube dass man das bei den ersten paar kommentaren ist man da schon noch ein bisschen angerührter oder nicht?
00:32:15: Es kommt immer darauf an, worum es geht.
00:32:16: Ich gebe dir ein Beispiel wenn es um so du bist mir blöd weil dann ist man das ziemlich egal weil da sind meistens keine Menschen die mit Argumenten daher kommen und wenn es nur um reine Beleidigung geht dann denke ich mir oh je das ist keiner oder auseinandersetzung die mir irgendwas bedeutet Weil es keine erinnertliche Auseinandersetzung ist, dass du mir sagst das ich blöd bin.
00:32:34: Ja, bist irgendwie ein anonymer Haas im Internet okay?
00:32:37: Das rührt tatsächlich meine Ego mittlerweile... Ich glaube es hat so früher nicht.
00:32:41: Das rührts nicht weil eben wenn du nicht einmal es wert findest mit einem Argument daherzukommen dann bist du meine Aufmerksamkeit nicht da.
00:32:47: Aber ich bin ja immer mit Argumenten da draußen.
00:32:49: Das stimmt.
00:32:51: aber Angst also so dass jemand dir wirklich dich bedroht hast du da schon erlebt?
00:32:57: Ja, das gibt schon.
00:32:58: Das sind allerdings... Nach dem Strafgesetzbuch sind das alles keine Drohungen weil dazu müssen die Leute ganz präzise schreiben um wie viel Uhr sie vorhanden von der Haustür zu stehen und am welchem Tag und wenn es da nicht drin steht dann ist es keine Drohnung sondern nur... Es ist nicht einmal eine Beleidigung weil wenn Sie es dir direkt schreiben und nicht unter also nicht auf Social Media sondern als Direktmessage
00:33:19: Dann kriegt ihr kein anderer mit?
00:33:21: Dann lesen nicht mindestens zwei andere das auch und dann ist das nicht beleidigend.
00:33:25: Und das finde ich ist ein schönes Beispiel für, wo wir juristisch noch nachbessern müssen.
00:33:28: Wir wissen, dass Haas im Netz sich insbesondere und vor allem gegen Frauen- und Minderheitenangehörige richtet... ...und die lasst man mit dem Scheiß einfach allein gehen!
00:33:35: Und wir finden es normal.
00:33:37: Ja, wir haben vor kurzem den Geltbrot nicht da im Podcast zu Gast gehabt.
00:33:41: Die hat auch sehr eindrücklich darüber gesprochen.
00:33:43: Kann man übrigens nachhören?
00:33:44: Das war eine sehr interessante Folge gewesen.
00:33:47: Das Buch ist wütend, das gefällt mir.
00:33:51: Wut ist allerdings ein Gefühl, dass uns Frauen ja nicht so gerne zugesprochen wird.
00:33:56: Sollen wir ruhig ein bisschen wütender sein?
00:33:59: Ich sage keine Person, wie sie sich fühlen soll.
00:34:02: Ich kann nur sagen wenn man wütend ist, ist das alleine noch kein produktiver Zustand.
00:34:05: Man muss was damit machen.
00:34:07: Also würde allein sein, ist nicht hilfreich.
00:34:10: Die Frage ist, wie kanalisieren wir die Wut?
00:34:12: Was machen wir aus ihr?
00:34:13: und ich versuche in den Buch ein bisschen anzuregen dass man das produktiv nutzen kann.
00:34:16: also wiederholen uns Kraft aus dem Zorn auf die Verhältnisse indem wir es nützen um Veränderung anzustoßen.
00:34:22: Das wäre zumindest meine Idee.
00:34:24: Ja, cool.
00:34:25: Mir ist natürlich das aufgefallen, dass vor allem das letzte Kapitel ... Das hat mir sehr getagt in deinem Buch, nämlich heißt Frauen verändern die Welt!
00:34:33: Also das kommt ja genau aus diesem Gedanken, dass du dieses Wütenzeichen in irgendetwas hineinkanalysierst und wirklich was zu verbessern.
00:34:42: Wie könnten wir denn alle für uns persönlich die Welt oder unsere Welt um uns rum ein Stück weit verändern so, dass sie besser wird?
00:34:50: Also das erste was ich allen raten kann, wirklich total ans Herz legen mag.
00:34:54: Wenn wir die Welt verändern wollen dann müssen wir zu Hause damit anfangen.
00:34:57: Das ist unser erster wichtigste und direktester Einfußbereich Und schon da gehen wir oft nicht in die Auseinandersetzung.
00:35:05: Ich finde eine wesentliche Hilfestellung dazu.
00:35:09: Die findet sich auf der Webseite www.kehrrechner.at, da findet man ganz einfach aufgelistet alle Tätigkeiten die in einem Haushalt anfallen und die Frage wer macht sie?
00:35:20: Und dazu die zweite Frage Wer denkt daran dass es gemacht werden muss?
00:35:23: Und am Ende dieses Fragebogenes das macht man mit seinem Partner gemeinsam hat meine ziemlich exakte Aufgabenverteilungen je nach Kategorie Kinderbetreuung, Crossplay usw.. Wo man dann sieht, wie ist denn da eigentlich die Aufteilung der tatsächlichen Arbeit und der Denkarbeit des Mental Loads, der da anfällt.
00:35:38: Und das ist ein schöner Anlass für diverse Gespräche darüber ob man es gerechter aufteilen kann.
00:35:44: Warum ist mir das so wichtig?
00:35:45: Weil die Frage, wie wir unbezahlte Arbeit Nicht gerecht verteilen, ganz große Auswirkungen darauf hat wie die nächste Generation aufwächst.
00:35:52: Welche Rollenbilder wir weitergeben und weil es uns beruflich zurückhält.
00:35:56: Wir können nicht hundertzwanzig Prozent im Büro geben wenn wir zu Hause schon achtzig zwanzig leisten müssen.
00:36:01: also das hängt miteinander zusammen.
00:36:02: und wir sehen seit dreißig Jahren ist der Anteil der Hausarbeit die Männerleisten in Österreich nicht gestiegen.
00:36:07: Die machen keinen Strich mehr seit deiner Zeit.
00:36:11: Das ist das Datum der Studie, die sie erhoben hat.
00:36:15: Da sehen wir so eine Zähepartie und da werden wenig drumherum kommen, die eine oder andere Sache auch zu Hause
00:36:21: anzuzünden.".
00:36:23: Das ist ein super Schlusswort!
00:36:24: Vielen Dank liebe Barbara, dass du vorbeigeschaut hast.
00:36:27: Ich habe mich wirklich sehr gefreut erstmal über das Buch und dann auch über die Möglichkeit mit dir darüber zu sprechen.
00:36:33: Und ja, ich denke das wir mit unserem Magazin bei unseren Leserinnen und auch bei den Lesern.
00:36:38: Wir haben ein paar – und auch höhere – Rinnenteuren können wir einfach viel mitnehmen.
00:36:44: Ich finde vor allem eben was du jetzt am Schluss gesagt hast, dass wir uns mehr trauen können, ja?
00:36:47: Dass wir mir allen fordern können, dass sie vielleicht auch klarer Stellung beziehen dürfen und uns nicht immer so verhalten sollen wie man es von uns erwartet nämlich lieb und brav und angepasst Das kriegen wir ja schon als Mädchen mit.
00:37:02: Ja, auch den Ärg über die Missstände, die uns begegnen und dass wir darauf einfach aufmerksam machen, dass wir laut sein dürfen vielleicht auch hier oder da mal ein kleines Feuchel entfachen.
00:37:13: Also ich bin jedenfalls von deinem Buch aber jetzt halt auch noch mehr von diesem Gespräch einfach dazu inspiriert und danke dafür!
00:37:18: Sehr gerne sehr gern.
00:37:19: vielen Dank
00:37:20: Ja, und ich hoffe Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörern hat diese Folge auch ein bisschen Mut gemacht.
00:37:25: Das Buch von der Barbara Klarha gibt es im Buchhandel am besten natürlich im stationären Buchhandl direkt um die Ecke.
00:37:32: Ich verlinke in den Show-Notes nochmal zum Verlag Und wir werden auch den Link zu diesem Kehrrechner, den du angesprochen hast dort reinstellen.
00:37:40: das ist sicher auch ein guter Ansatz.
00:37:43: Vielen Dank dass Du da warst und wenn Sie unseren Podcast unterstützen wollen Dann abonnieren Sie ihn noch auf der Podcast-Plattform Ihrer Wahl, laden sie Ihre liebsten Folgen herunter.
00:37:53: Lassen Sie eine gute Bewertung oder einen Kommentar da!
00:37:57: Das alles hilft dabei unseren Podcast noch bekannter zu machen und unsere Inhalte hinaus in die Welt tragen.
00:38:03: Bis in zwei Wochen zur nächsten Folge – wir hören uns!
00:38:06: Hat Ihnen ein Welt der Frauen zum Hören gefallen?
00:38:09: Alle bisherigen
00:38:10: und kommenden Folgen
00:38:11: finden Sie überall,
00:38:12: wo es
00:38:13: Podcasts gibt.
00:38:14: Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten,
00:38:16: freuen wir uns sehr.
00:38:18: Lesen sie Welt der Frauen zur
00:38:20: Probe?
00:38:20: Schenken
00:38:21: Sie das Magazin einem lieben Menschen zu einem besonderen Anlass
00:38:24: oder abonnieren Sie Welt
00:38:26: der Frau für
00:38:27: sich selbst!
00:38:28: Alles dazu finden Sie auf www.weltderfrauenat.
Neuer Kommentar